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der auf dem System durch die Installation von .NET Framework zur Verfügung gestellt wird.
Andere Bezeichnungen für Webanwendungen sind IIS-Websites oder auch Virtuelle Server ;
eine Webanwendung ist damit grundsätzlich vergleichbar.
Die Kennzeichen einer Webanwendung sind immer die eindeutige Zuordnung einer Port­
nummer oder eines sogenannten Hostheaders, der den Zugrif auf die Webanwendung ver­
einfacht. Zudem beinhaltet eine Webanwendung immer eine Authentiizierungsmethode
(Anmeldung oder anonymer Zugrif) und einen sogenannten Anwendungspool.
HINWEIS: Ein Anwendungspool (im IIS) ermöglicht die Trennung verschiedener
Programminstanzen, um die einzelnen Prozesse einer Programminstanz
der gegenseitigen Beeinlussung zu entziehen. Standardmäßig wird für jede
Webanwendung ein eigener Anwendungspool deiniert.
Die Webanwendung dient somit in einer SharePoint­Umgebung als Host für die einzelnen
Webseiten (Websites). Die Zusammenfassung einzelner Webseiten, auf denen letztlich die
Daten und Informationen einer SharePoint­Umgebung angezeigt werden, werden wiederum
in speziellen Websitesammlungen ( Site Collections ) gebündelt, denen dadurch wiederum
bestimmte Vorlagen zentral zur Verfügung gestellt werden können (z. B. Webparts).
2.1.14■Welche Funktion haben die Dienstanwendungen?
In der Version 2007 von SharePoint Server stand mit dem sogenannten Shared Service Pro-
vider (SSP) ein Sammelbecken für Funktionen und Dienste zur Verfügung, die in der gesam­
ten Farm eingesetzt werden konnten. Die neue Architektur in SharePoint 2010/2013 sieht
stattdessen spezielle Service Applications (Dienstanwendungen) vor. Auf diese Art und
Weise werden nicht mehr alle verfügbaren Dienste einer Webanwendung zur Verfügung
gestellt, sondern nur die Dienste, die auch tatsächlich benötigt werden.
Dies geht einher mit einer Erweiterung der verfügbaren Dienste, deren Anzahl in Share­
Point 2013 noch einmal wesentlich angewachsen ist. Dabei gehören zu den verfügbaren
Diensten und Funktionen beispielsweise die Suche, die Proilverwaltung oder auch die Nut­
zung von Verwendungsberichten.
Die grundlegende Idee der Service Applications (Dienstanwendungen) ist es, die Auslage­
rung bestimmter Funktionen und Dienste vorzunehmen, die nicht explizit einer Webanwen­
dung zugeordnet werden, sondern farmweit zur Verfügung stehen. Während bei dem Prin­
zip des Shared Service Providers (SharePoint 2007) nur ein Suchindex und auch nur eine
Proildeinition deiniert werden konnten, besteht bei SharePoint 2010/2013 die Möglich­
keit, mehrere unterschiedliche Diensttypen zu deinieren und diese jeweils individuell
unterschiedlichen Webanwendungen zuzuweisen. Die Flexibilität der Dienstanwendungen
zeigt sich auch darin, dass damit beispielsweise Berechtigungen für bestimmte Dienste
zugewiesen (delegierte Administration) und somit beispielsweise spezielle Verwalter für
jeden einzelnen Dienst festgelegt werden können; bei einem SSP konnten die Rechte zur
Verwaltung immer nur auf der Ebene des jeweiligen SSP deiniert werden.
 
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