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Hinweise zu den Lösungsmethoden
Wie schon angesprochen, bietet der Solver in Excel 2013 im Dialog Solver-Parameter die
Wahl zwischen mehreren Lösungsmethoden, deren Unterschiede hier wenigstens kurz
gekennzeichnet werden sollen.
Simplex-LP ist die Lösungsmethode für lineare Optimierungen. Wenn die zu berechnen-
den Zusammenhänge alle linear sind, dann ist dies die richtige Methode. Das bedeutet,
dass veränderbare Zellen nur mit Konstanten multipliziert oder durch Konstanten divi-
diert werden, aber nicht miteinander multipliziert oder dividiert werden. Es werden
auch keine Potenzen, Wurzeln oder Funktionen wie Sinus oder Logarithmus verwendet.
Nehmen Sie diese Methode also nur, wenn Sie sich wirklich sicher sind, dass ausschließ-
lich lineare Zusammenhänge vorliegen.
GRG-Nichtlinear ist die vorgegebene Lösungsmethode. Sie erlaubt kontinuierliche nicht-
lineare Optimierungen. Sie lässt für den Zielwert Formeln zu, die Potenzen, Wurzeln
oder Funktionen wie Sinus, Logarithmus etc. verwenden. Die veränderbaren Zellen dür-
fen miteinander multipliziert, dividiert oder potenziert werden.
EA (Evolutionärer Algorithmus) ist eine Lösungsmethode für nicht-kontinuierliche Opti-
mierungen, die sich an der biologischen Evolution und an Modellen für die Beschreibung
der Veränderung des Erbgutes orientiert. Dabei werden wiederholt Lösungsvorschläge
generiert, die sich schrittweise immer besser an die gewünschten Zielwerte anpassen.
Weitere Optionen und Einstellungen
Die bis jetzt beschriebene Vorgehensweise ist bei allen Problemen sinnvoll, die keine be-
sonders komplexen Berechnungen erfordern. Es kann aber durchaus sein, dass so noch
nicht das gewünschte Ergebnis erreicht wird, sei es, dass die Rechenzeit nicht ausreicht,
sei es, dass das Ergebnis nicht hinreichend genau ist. In solchen Fällen können Sie die
Vorgaben für den Solver ändern. Hierzu benutzen Sie im Dialogfeld Solver-Parameter
die Schaltfläche Optionen . Damit wird ein weiteres Dialogfeld eingeblendet, in dem sich
die Arbeit des Solvers in weitem Umfang beeinflussen lässt.
Um zu verstehen, welchen Einfluss die hier vorgenommenen Einstellungen auf die Arbeit
des Solvers haben, müssen Sie wenigstens einen groben Eindruck von seiner Vorgehens-
weise haben. Mit dem Solver wird einfach »ausprobiert«, welche Werte in den veränder-
baren Zellen stehen müssen, damit das gewünschte Ergebnis in der Zielzelle heraus-
kommt. Hierzu verändert der Solver die Werte in den veränderbaren Zellen der Reihe
nach schrittweise und vergleicht dann, ob der Wert der Zielzelle dadurch dem erwünsch-
ten Ergebnis näher kommt. Zusätzlich wird kontrolliert, ob die Nebenbedingungen er-
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