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Beispiel der Zeile 6, Spalten C, D und F:
Aus den Anfangsbuchstaben sollen Initialen gebildet werden. Hier allerdings ist ein größerer
Aufwand erforderlich, weil es eine schon recht diffizile Problemstellung gibt: Sie sehen im
Arbeitsblatt und in Abbildung 3.1, dass in Zeile 2 mit Einsatz der Funktion LÄNGE die Buch-
stabenzahlen aus Zeile 3 und in Zeile 7 die Buchstabenzahlen aus Zeile 6 ermittelt werden. Die
Ergebnisse sind, bei scheinbar identischen Texten, sehr unterschiedlich. Dies liegt daran, dass die
Inhalte der Zellen C6 und D6 vom Vorsystem mit – es sei unterstellt einer unbekannten und
wechselnden Anzahl – überflüssiger Leerzeichen geliefert wurden. Zudem erscheinen die Namen
auch noch fehlerhaft in Kleinbuchstaben.
Daraus nun Initialen herzustellen, die in Großbuchstaben erscheinen, ist nicht schwierig. Die
Formel
=LINKS(GROSS(GLÄTTEN(C6)))&LINKS(GROSS(GLÄTTEN(D6)))
in Zelle F6 sieht nur auf den ersten Blick etwas unübersichtlich aus. Sie gibt Gelegenheit, eine Vor-
gehensweise zu erläutern, die denjenigen Lesern anzuraten ist, die mit dem Einsatz verschachtelter
Funktionen noch nicht so sehr vertraut sind. Löschen Sie die Formel und bauen Sie sie neu und in
kleinen Schritten auf. Verwenden Sie dabei – ich bezeichne das gerne als »Matrjoschka-Prinzip«
(Puppen in der Puppe) – einen Kern, der ein Ergebnis erzeugt, das Sie mit einer Hülle weiterver-
arbeiten, die ein neues Ergebnis erzeugt, das Sie mit einer weiteren Hülle weiterverarbeiten, die
abermals ein neues Ergebnis erzeugt. Hier sind es nur drei Funktionen. Es können auch fünf oder
acht sein, wenn es denn sein muss. (Das allerdings muss es höchst selten!)
1. Schreiben Sie =GLÄTTEN(C6) . Nach dem Drücken von (¢) ist das Ergebnis vorname ohne die
überflüssigen Leerzeichen.
2. Aktivieren Sie wieder die Bearbeitungsleiste (z. B. mit (F2) oder – hier besser – gleich mit
Klick hinter dem Gleichheitszeichen) und umhüllen Sie diesen innersten Teil Ihrer Formel
mit der Funktion GROSS , also =GROSS(GLÄTTEN(C6)) . Aus vorname ohne die überflüssigen Leer-
zeichen wird jetzt VORNAME .
3. Die nächste Hülle heißt LINKS , also =LINKS(GROSS(GLÄTTEN(C6))) . Das Ergebnis ist V . Der erste Teil der
Formel ist fertig. (Hier wurde aus Gründen der Darstellungsvereinfachung auf das Argument
Anzahl_Zeichen der Funktion LINKS verzichtet, das bei seinem Fehlen von Excel als 1 interpretiert
wird.)
4. Markieren Sie die gesamte Formel ohne das Gleichheitszeichen und kopieren Sie sie in die
Zwischenablage. Setzen Sie den Cursor dann hinter die Formel und schreiben Sie den Text-
operator & . Fügen Sie dann den Inhalt der Zwischenablage wieder ein und ersetzen Sie im
zweiten Teil der Formel den Zellbezug mit D6 . Das Ergebnis VN sind also jene Initialen, die
dem von Ihnen eingetragenen Namen entsprechen.
Wenn Sie eine solche Formel schrittweise prüfen möchten, können Sie ebenfalls nach dem
»Matrjoschka-Prinzip« vorgehen und – am besten entsprechend der Arbeitsfolge, die Excel
praktiziert, nämlich von innen nach außen – dabei die Ergebnisse der einzelnen Formelteile
kontrollieren. Am Beispiel des zweiten Abschnitts der Formel, der nun sequenziell in der Bear-
beitungsleiste zu markieren wäre:
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