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Dabei sind mehrere hohe Ansprüche gleichermaßen gut und integriert zu erfüllen – die Aus-
richtung am eigenen Ziel (was will ich erreichen) und an den vorhandenen bzw. noch zu
weckenden Bedürfnissen der Adressaten (was wollen – oder sollen – die Betrachter sehen und
erfahren). Nach Maßgabe der Adressatenorientierung sind zwei Hauptgruppen von Visualisie-
rungen zu unterscheiden: Publikation und Präsentation.
Den Begriff Publikationslösung benutze ich vorwiegend für solche Darstellungsvarianten, die in
einer bestimmten, selbst gewählten oder vorgegebenen Form für einen eher unbestimmten oder
einen durch die Publikationsart definierten Personenkreis gedruckt werden. Ein derartiges Pub-
likum ist häufig eng fachlich orientiert. Für Auswahl und Gestaltung spielen auch die Druckart
und das Druckmedium eine bedeutsame Rolle. Hauptvertreter dieser Art sind Diagramme und
Tabellen in wissenschaftlichen Veröffentlichungen aller Art und aller Anspruchsstufen. Auch sie
müssen natürlich »präsentabel« sein, schließlich soll genau das gesehen werden, was der Autor
zeigen möchte oder verständlich machen will. Ihre Entwicklung und Ausstattung ist meistens
mit weniger Aufwand verbunden, als er für die Erstellung einer Präsentation einzusetzen ist.
Die Präsentationslösung wird nach den bekannten oder den voraussichtlichen Bedürfnissen
eines bestimmten Publikums geplant und gestaltet. Dabei sind zwei Arten von Präsentationen
zu unterschieden, die unterschiedliche Anforderungen stellen:
Die Live-Präsentation findet vor Zuschauern und Zuhörern statt. Diese schauen auf einen
Monitor oder auf eine Projektionsfläche. Die überwiegend bildhaften Informationen werden
durch gezielten Vortrag erläutert und ggf. vertieft. Die Darstellung ist in der Regel dynamisch
(per Mausklick veränderbar) sowie grafisch aufwendig gestaltet.
Die anonyme Präsentation muss auf den direkten Kontakt zwischen Präsentator und Publi-
kum verzichten. Die Wirkung kann also nicht vom ergänzenden Vortrag gestützt werden –
umso höher sind oft die Ansprüche an die Gestaltung. Hier spielt nicht nur der Inhalt eine
große Rolle, sondern auch das Präsentationsmedium. Medien in diesem Sinne sind z. B.
Monitore auf Messen und Ähnliches sowie das Internet.
Eine ausgesprochen wichtige Sonderform der anonymen Präsentationslösungen sind Modelle
zur Nutzung durch Excel-Laien oder durch Ihnen unbekannte Personen sowie Berichtslösungen
jeglicher Art für die Schreibtische von Geschäftsführern oder Vorständen. Hier sollten Sie
generell auf maximalen Anwendungskomfort und eine ausgereifte Fehlerpufferung achten. Des
Weiteren ist es generell ratsam vorauszusetzen, dass der Benutzer keine besonderen Excel-
Kenntnisse hat bzw. einsetzen möchte. Sie dürfen niemals erwarten, dass ein Anwender, dessen
Fähigkeiten Sie nicht kennen oder den Sie beim Gebrauch der Lösung nicht unmittelbar unter-
stützen können, in der Lage oder bereit ist, Arbeitstechniken anzuwenden, die über den simplen
Gebrauch der Maus oder über einfache Tastaturnutzungen hinausgehen. Fast alle der in diesem
Buch angesprochenen Lösungen versuchen, solchen Überlegungen zu entsprechen.
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