Microsoft Office Tutorials and References
In Depth Information
Lernkurve B
Ein gleichartiges Präsenzseminar mit ähnlich gutem Kurzzeiterfolg. Nach dem ersten Knick –
eine typische »Abschlaffphase« nach so viel Neuem in so kurzer Zeit – kann und muss sich die
Person mit dem neu erworbenen Wissen in der täglichen Praxis beschäftigen und es sogar (auch
durch Wiederholungen mit Einsatz von Seminarmaterialien) vertiefen und ausbauen. Das
Maximum wird erst in dieser Phase, also lange nach dem Seminar, erreicht. Danach allerdings
werden der Person völlig andere Aufgaben zugewiesen. Die nun gänzlich fehlende Praxisrele-
vanz des Wissens führt zu einem raschen Verlust, der sich nach einiger Zeit zwar verlangsamt,
dennoch aber deutlich fortsetzt. Der Unterschied zwischen Einstiegs- und Endmessung beträgt
immerhin 33 Prozentpunkte. Negativ formuliert: Noch sind es 33.
Lernkurve C
Die Person besucht kein Präsenzseminar, sondern erwirbt mit starker, primärer Motivation ihr
Wissen in Eigenregie. Dazu setzt sie in organisierter Form Bücher und andere Materialien ein
und führt mit selbst gestellten Aufgaben Übungen durch. Es kommt zu einem Anstieg, der
keinesfalls dem schnellen Erfolg des Präsenzseminars gleichkommt, letztlich aber nach rund
zwei Monaten zu einem hohen Gipfel führt, der in ein solides Plateau übergeht, gefördert auch
hier durch eine kontinuierlich geforderte Umsetzung in die Praxis. Als die aber unterbrochen
wird, zeigt sich sofort und »natürlich« eine Abnahme des Wissens. Die Person merkt das früh
genug und sorgt mit Wiederholungen und Übungen für den Fortbestand des hohen Niveaus,
das sich nur sehr langsam vermindert. Gesamtbilanz nach Ablauf der Messzeit: Stolze 60 Pro-
zentpunkte an Wissenszuwachs sind zu vermelden.
Lernkurve D
Auch hier hat ein Eigenstudium zum sehr guten Erfolg geführt. Nicht ganz so schnell wie im
Verlauf C – das Maximum wurde erst nach rund drei Monaten erreicht. Die Person nimmt sich
Zeit und es wird ihr Zeit gelassen. Weil sie diese Chance zum kontinuierlichen, ständig vertie-
fenden Ausbau des Wissens nutzt, das auch noch glücklicherweise verbunden mit passenden,
nach und nach anspruchsvoller werdenden Praxisanforderungen, resultiert ein sehr hohes,
stabiles Plateau. Da das Erlernte auch weiterhin im Arbeitsalltag zum unmittelbaren Einsatz
kommt und die Person sich obendrein bemüht, es an andere weiterzugeben, ist ein Vergessen
derzeit nicht beobachtbar. Ein Glücksfall? Das muss wohl mit Ja beantwortet werden. Ein
Vergleichsbild wäre z. B. das Erlernen einer Fremdsprache, die anschließend im Alltag kontinu-
ierlich und sehr häufig zum Einsatz kommt bzw. kommen muss.
Vier Datenreihen – drei Diagrammfassungen
Sie haben die Datei 0401_Lernkurven01 schon geöffnet. Diese und zwei weitere sehr ähnliche
sollen jetzt nach Strukturen und Funktionalitäten betrachtet werden. Es sind in allen drei Fällen
dieselben Daten, nämlich die Messwerte der oben vorgestellten Lernkurven. Was allerdings damit
geschehen soll, gehorcht unterschiedlichen Anforderungen der Publikation und Präsentation.
Search JabSto ::




Custom Search