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Die Skalierung der Größenachse ( vertikale Primärachse ) wurde auf eine Spanne von 0 bis 100
fixiert, weil alle Kurven, unabhängig von ihren Tiefst- oder Höchstwerten, optisch auf diesen
Wertebereich zu beziehen sind und nicht ihrerseits die Skalierung beeinflussen sollen.
Das Zahlenformat der Größenachse ist benutzerdefiniert 0" %";; und bedingt mit seinen beiden
Semikola, dass nur positive Werte, gefolgt von Leerzeichen und Prozentzeichen, zur Anzeige
kommen. Negative Werte kann es in diesem Modell und bei dieser Skalierung nicht geben.
Auf die Anzeige der Null kann bei Beschriftungen der Größenachse nicht nur hier, sondern
auch in vielen anderen Fällen getrost verzichtet werden. (Ich mache das sehr häufig, weil es
dann am Schnittpunkt von Größen - und Rubrikenachse kein optisches »Gedränge« gibt.)
Die Werte der Rubrikenachse ( horizontale Primärachse ) wurden von Excel als Kalenderdaten
identifiziert. Deswegen erscheint dieses Element automatisch als Zeitachse ( Datumsachse ).
Das Hauptintervall wurde fest mit 14 Tagen skaliert, sodass in der Zeichnungsfläche des
Diagramms ein relativ gleichmäßig aussehendes Gitter entsteht, das mit seiner blassgrauen
Färbung dezent in den Hintergrund tritt.
Nachteile und Schwächen des Modells
Die Nachteile des Modells sind relativ. Relativ deswegen, weil es seiner Zwecksetzung nach ledig-
lich eine Publikationsgrundlage sein soll. In dieser Hinsicht erfüllt es seine Aufgabe. Würde auch
eine Präsentationsfähigkeit erwartet, wäre, gerade auch bei diesem Thema, die Beschränkung
auf die Anzeige nur jeweils einer einzigen Linie ein deutlicher Mangel, eher sogar ein Fehler – es
fehlt der Vergleich. Das wird in den nächsten Abschnitten zu beheben sein.
Der Höchstwert der Kurven hat hier offenbar eine große Bedeutung, deswegen wird er ja auch
im Begleittext erwähnt. Deswegen sollte seine Position auch im Diagramm auf den ersten Blick
zu erkennen sein. Dies ist hier bei den Kurven B, C und D jedoch nicht der Fall. Auch das also
gilt es, zumindest für eine Präsentationsvariante, zu korrigieren.
Als Schwäche ist die Beschriftung der Rubrikenachse einzuordnen. Eine Angabe von Kalendertagen ist
für den Betrachter nur dann interessant, wenn Datenreihen eine wie auch immer geartete Beziehung
zu einem kalendarischen Verlauf haben. Dies ist bei Lernkurven nur dann der Fall, wenn sie – biswei-
len durchaus interessant und aufschlussreich – in jahreszeitliche und/oder klimatische Beziehungen
gesetzt werden. Da dies hier nicht der Fall ist, wäre eine reine Tageszählung viel besser und eindrucks-
voller. Für den interpretierenden Betrachter sind Erkenntnisse wie »Schon nach drei Tagen wird …«
oder »Erst nach 100 Tagen war …« sehr viel aufschlussreicher als ein Kalenderbezug.
Beispiel 2 – Die Lösung zur anonymen Präsentation
Hier nun geht es um eine Abwandlung des vorstehend eingeführten Beispiels. Die Daten sind
dieselben, ihre Darstellung gehorcht jedoch anderen Bedürfnissen und ist deshalb in mancherlei
Hinsicht anders. Anders, das soll nicht heißen »besser«. Die Variante 2 wird lediglich einen
anderen Zweck erfüllen, nämlich der eingangs des Kapitels erläuterten »anonymen Präsenta-
tion« dienen: Ein Excel-Laie soll ohne Zutun eines Präsentators oder einer anderen fremden
Hilfe in der Lage sein, die verschiedenen Lernkurven per Mausklick am Bildschirm anzuzeigen
und sich dabei auf Vorabinformationen stützen können.
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