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Wer vorhat, demnächst in Eigenregie größere Modelle der hier beschriebenen Art zu entwi-
ckeln, wird vielleicht den nachstehenden, kleinen Exkurs wichtig und interessant finden. Wer
vorläufig bei den kleineren Lösungen bleiben will, wie sie in diesem Seminar beschrieben
sind, kann den Inhalt des Kastens erst einmal getrost ignorieren.
Ich habe oben sinngemäß erwähnt: Gäbe es in einem Arbeitsblatt Daten 1 mehr als einen Kno-
ten, müsste er als oberster und erster dieses Typs rD1.Knoten01 heißen, gefolgt von rD1.Knoten02
usw. Gäbe es in der Arbeitsmappe mehr als zehn Datenblätter müsste der Knoten in Daten 1 den
Namen rD01.Knoten erhalten. Das Muss mag manchem übertrieben erscheinen, ein Soll lässt sich
wie folgt begründen:
Sie haben gerade gesehen, dass es möglich ist, mit dem Einsatz von Formeln und Steuerele-
menten Namenstexte von Knoten zu erzeugen und zu variieren, um dann mit anderen For-
meln darauf Bezug nehmen zu können. Das betrifft natürlich auch die zusätzlichen Variatio-
nen von Suffixendungen. Unterstellt, es gibt mehrere Datenblätter nach Jahren und in jedem
davon wiederum mehrere Matrizen nach Monaten und nach betriebswirtschaftlichen Daten
(vier Datendimensionen also). Dann gäbe es im Blatt Daten 1 (für das Jahr X) mehrere Kno-
ten (pro Kostenstelle einen), also rD1.Knoten01 , rD1.Knoten02 usw., im nächsten Blatt, Daten
2 , entsprechend. Mit einem Steuerelement würden Sie, wie hier im aktuellen Modell, das Jahr
bestimmen, mit einem weiteren dann innerhalb des Jahres die Kostenstelle.
Um nun die Benutzerauswahl auf die gleiche Weise wie oben erwähnt zu lokalisieren, wäre hier
z. B. eine Formel wie ="rD"&rL1.Jahr01Ausw&".Knoten"&rL1.Kst01Ausw geeignet und eines ihrer nach Jah-
ren und Kostenstellen bestimmten Ergebnisse könnte etwa rD4.Knoten3 heißen. Besser wäre
jedoch im großen Modell die Verwendung einer zweistelligen Suffixendung, wie z. B.
rD4.Knoten03 – vor allem dann, wenn es pro Blatt mehr als neun mit Knoten versehene Matri-
zen gäbe. Dann wäre ="rD"&rL1.Jahr01Ausw&".Knoten"&TEXT(rL1.Kst01Ausw;"00") die geeignete Formel zur
Ermittlung des vom Benutzer gewählten Knotens. Der Hauptgrund für die Zweistelligkeit am
Suffixende: Das System ist von 1 bis 99 brauchbar und konsistent und lässt Sie, wofür es man-
che guten Gründe gibt, dann wiederum mit einfachen Formeln die Zahl der Suffixendung aus-
lesen. Angenommen, ein Formelergebnis wie rD4.Knoten03 stünde in Zelle C5 . Bei dieser Vor-
gabe liefert dann =WERT(RECHTS($C$5;2)) zuverlässig alle Werte von 1 bis 99 als weiterverarbeitbare
Zahlen.
Der Grund für die Verwendung von rD01.Knoten statt rD1.Knoten in Modellen mit mehr als
neun Datenblättern ist derselbe. Die Formel ="rD"&TEXT(rL1.Jahr01Ausw;"00")&".Knoten" würde die
konsequent zweistellige Präfixzahl zwischen 1 und 99 auslesen und das Ermitteln der Zahl im
Präfix von z. B. rD03.Knoten wäre mit einer Formel wie =WERT(TEIL($C$5;3;2)) in einem Modell
mit bis zu 99 Datenblättern zuverlässig zu leisten.
Die nächste Stufe ergibt sich aus beidem: Bei einer Lösung aus 99 Datenblättern mit jeweils
99 Matrizen pro Blatt gäbe es Knotennamen von rD01.Knoten01 bis rD99.Knoten99 . Alle 9.801
Datenquellen wären mit zwei Mausklicks ansprechbar und auszulesen. So große Modelle sind
nicht gerade häufig, durchaus aber machbar – solange Ihr Arbeitsspeicher sie ebenfalls für
machbar hält.
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