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Wert
in Zelle
Zweck
1.000.000
AE5
Umsatz-Untergrenze für Definition der Kundenklasse A
200.000
AE6
Umsatz-Untergrenze für Definition der Kundenklasse B
60.000
AE7
Umsatz-Untergrenze für Definition der Kundenklasse C
Dann wurden in Spalte F Formeln eingerichtet, die diese Vorgaben mit den ganzjährigen Umsatz-
summen abgleichen und daraus die Klassenfestlegung treffen. Eine mehrstufige WENN -Formel wie
=WENN($J16>=$AE$5;"A";WENN($J16>=$AE$6;"B";WENN($J16>=$AE$7;"C";"D")))
ist in der Hierarchie ihrer Werteprüfung absteigend zu gestalten – wenn die erste Prüfung
zutrifft, kommt keine weitere mehr zum Zuge, wenn die zweite zutrifft wiederum keine weitere
usw. Für die letzte Variante, hier mit D die vierte, ist eine Werteprüfung nicht nötig bzw. würde
ggf. sogar Fehler erzeugen. Es gilt also: Wenn das Ergebnis weder A noch B noch C ist, dann
muss es automatisch D sein.
Wie oben schon kritisiert, wurden die Formeln anschließend durch ihre Ergebnisse ersetzt. Ein
Mangel, den es im nächsten Abschnitt wieder zu beheben gilt.
Anschließend wurden die Klassen mit einer vierteiligen, modifizierten Ampelfärbung gekenn-
zeichnet: A und B in leicht unterschiedlichen Grüns, C in Gelb und D in Blau. Excel 2003
beherrscht – im Gegensatz zur in dieser Hinsicht geradezu ausufernden Version 2010 – nur eine
dreiteilige bedingte Formatierung. Dass hier dennoch vier unterschiedliche Farbtöne zum Ein-
satz kommen, ist der simplen Tatsache geschuldet, dass sich die Grundfarbe des Zellbereichs, das
Blau, von der nicht gefärbten Umgebung abhebt.
Nochmals im Zusammenhang mit Abbildung 7.4: Die Regeln für die bedingte Formatierung prü-
fen lediglich, ob der Wert in der Zelle ein bestimmter Buchstabe ist, und reagieren mit der entspre-
chenden Färbung. Wenn keine der Regeln passt, bei D eben, bleibt es bei der Grundfarbe Blau.
HINWEIS
Zu diesem Modell noch zwei abschließende, allgemeine Hinweise:
Die ABCD -Klassifizierung ist rein umsatzspezifisch und bezieht sich auf nur ein Geschäftsjahr. Es gibt viele
Gründe, eine solche Einteilung weniger kurzlebig zu betrachten. In vielen vergleichbaren Analysemodellen
gibt es deshalb mehrere Kundenklassifizierungen, die sich an unterschiedlichsten Daten, Einschätzungen und
Erfahrungen orientieren und deshalb teilweise auch nicht mittels Formeln festlegbar sind. So könnte es bei-
spielsweise auch einen »ABC-Kunden« geben: A nach Qualität, Dauer und Wertigkeit der Geschäftsbeziehung,
B nach aktuellem Umsatz, C nach Sortimentvielfalt – vieles anderes mehr; zahlreiche Kombinationen sind
möglich. Das ist für komplexe Filteranalysen natürlich äußerst hilfreich.
In sehr viel größeren Listen wäre es einer Überlegung wert, ob nach Abschluss eines Geschäftsjahres im
Datenbereich des Blattes die Quartals- und Jahressummen durch Konstanten zu ersetzen sind. Das natürlich
nur dann, wenn mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass sich einzelne Daten durch Nach- oder
Umbuchungen nochmals ändern. Im Beispielfall wären auf diese Weise 2.500 Summenformeln einzusparen,
eine unter modernen PC- und Excel-Bedingungen allerdings eher zu vernachlässigende Größe.
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