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Die sieben W
Wenn Sie den Anregungen und Beispielen dieses Buches folgen, können Sie multivariable, dyna-
mische Excel-Lösungen anfertigen. Das Ergebnis solcher Arbeiten ist ein Produkt – z. B. eine
Excel-Datenpräsentation oder ein Bericht für die Geschäftsleitung –, seine Anfertigung ein Projekt.
Das Bemühen um eine präzise Formulierung von Projektzielen wäre einer der möglichen Ansätze,
um das Produkt gelingen zu lassen. Eine andere Herangehensweise ist die Methode der »Sieben
W«. Dabei geht es um die am Produkt orientierte Beantwortung der sieben Fragen: »Wer, Wem,
Wozu, Wann, Was, Wie und Warum?« Die können Sie sich selbst stellen und beantworten oder in
einem Team erörtern. Wenn Sie dann bei allen sieben Fragen zu eindeutigen und klaren Resultaten
kommen, arbeiten Sie nicht nur erfolgreich, sondern ganz sicher auch effizient.
Ich verstehe die sieben W als nützliche Grundlage von Systematisierung, Standardisierung und
Planung, als Basis des Nachdenkens und als Gerüst zur Durchführung. Dazu ein wenig ausführ-
licher:
We r ? Der Ausführende: Entweder Sie machen es selbst oder Sie beauftragen jemanden. Sie
wollen oder sollen es selbst machen? Sehr gut. Aber haben Sie alles, wissen Sie alles, können
Sie alles? Haben Sie Lust dazu und Zeit genug? Rentiert sich der Zeitaufwand? Haben Sie so
etwas schon einmal gemacht? Wo und wie finden Sie Hilfe, wenn die eigenen Kenntnisse
oder Erfahrungen nicht reichen? Welche Teile der Arbeit können, wollen oder sollten Sie
abgeben? Alles klar? Prima, dann mal los.
We m ? Die Zielgruppe oder der Auftraggeber: Die häufig so sehr unterschätzte Adressaten-
frage. Für wen ist das bestimmt? Was wollen, wissen, kennen und können die Adressaten?
Was sind die bekannten, wahrscheinlichen oder vermuteten Bedürfnisse dieser Zielgruppe?
Wie setzt sie sich zusammen?
Wo z u ? Der Zweck: Was soll das Produkt »transportieren«? Welche Inhalte werden dafür
benötigt? Geht es um Information (Geschäftsleitung) oder um Stimmung (Bankgespräch)?
Wenn um beides, in welchen Verteilungsgewichten? Gibt es auch gute Gründe dafür, die
Anfertigung des Produkts lieber sein zu lassen?
Wann? Der Termin: Bis wann soll das alles fertig sein? Und was heißt überhaupt »fertig« sein?
(Eben nicht nur Ihre Arbeit am Excel-Modell, sondern alles Weitere, was ggf. sonst noch dazu-
gehört.) Ist der Termin realistisch und passt er auch zu Art, Inhalt und Absicht des Produkts?
Wa s ? Die Produktart und die Inhalte: ein weites Feld. Ein sehr weites. Es gibt aberwitzig viele
Möglichkeiten. Die richtige, die passende zu finden, das hat sehr viel mit den anderen sechs
W zu tun. Und dann noch eine Fassung zu wählen, die vielleicht ein wenig anders, besser,
intelligenter, spritziger daherkommt als die Ideen der Konkurrenz – oder doch wieder der
eigene kalte Kaffee von vorgestern? Einen guten Standard benutzen oder gar einen neuen
Standard kreieren? Sie haben sich endgültig entschieden? Und die lieben Kollegen meinen
auch, dass es so richtig ist? Dann bleiben Sie dabei und vergessen Sie Ihre Zweifel. Denn ein
Mangel an Überzeugung und Sicherheit mindert fast automatisch die Qualität Ihrer Arbeit.
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