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Probleme und ihre Lösungsansätze
Das in der Abbildung 10.1 gezeigte Strukturmodell ist idealisiert. In dieser reinen Form wird es
in vielen Fällen nicht umsetzbar sein. Hauptgrund: Die primären Datenquellen (Vorsysteme)
können die Daten nicht so liefern, wie sie unmittelbar für eine komplexe und variantenreiche
Berichterstattung oder für eine Präsentation benötigt werden. Dies ist nur selten eine Schwäche
der Software. In den meisten Fällen ist es ein strukturelles oder ein aufgabenspezifisches Prob-
lem, und wenn es das nicht ist, dann ist es häufig ein Organisationsmangel.
So weit, so schlecht. Aber auch in ökonomisch sinnvoll strukturierten, gut organisierten DV-Syste-
men kann es zu Problemen der schon weiter oben aufgelisteten Art kommen. Wer multivariable
oder gar szenarische Präsentationen zeigen möchte, wird bei Prüfung der Daten aus Vorsystemen
sehr häufig Folgendes feststellen:
1. Es gibt viel mehr oder viel stärker differenzierte Daten, als benötigt werden.
2. Es gibt nicht alle Daten, die benötigt werden. Oder aber, es gibt sie, jedoch an unterschied-
lichen Fundorten, in unterschiedlicher Fassung und Form sowie zu unterschiedlichen Liefer-
terminen (Zeittakten).
3. Es gibt Daten in einer nicht unmittelbar brauchbaren, sprich überarbeitungspflichtigen
Form.
Aus diesen Gründen wird das gezeigte Strukturmodell in der Praxis häufig etwas komplizierter
aussehen müssen.
Zu Stufe A: Es kann sein, dass Sie zwei oder auch mehr Vorsysteme abfragen müssen. Einige, nur
beispielhafte Gründe dafür:
Plandaten sind anders organisiert und gespeichert als Istdaten.
Kalkulationsparameter (z. B. Personalstatistik in Verbindung mit Budgetdaten) sind organi-
satorisch gleichsinnig zusammenzuführen.
Zur Prognoserechnung oder zum Langzeit-Kennzahlenbericht werden Kombinationen aus
aktuellen operationalen Daten und bereits archivierten Altdaten benötigt.
Sie erstellen dann vielleicht zwei oder mehr Primärdatensammlungen aus verschiedenen Quellen.
Damit bisweilen nicht genug. Es kann sein, dass ein Teil dieser Daten eine manuelle Ergänzung
oder Bearbeitung erfordert. Einige Beispiele:
Plandaten sind nicht oder nicht vollständig vorhanden. Oder aber es gibt sie, jedoch in anderer
Verdichtung als die Istdaten.
Istdaten sind zum definierten Zeitpunkt der Berichtspflicht noch nicht im System vorhanden.
Benötigte Daten sind nicht in einer abfragbaren Datenbank vorhanden, weil sie nicht ent-
sprechend behandelt und gepflegt sind oder weil es technische Probleme gibt.
Benötigte Daten liegen an unterschiedlichen Orten in diversen Excel-Listen vor oder, schlimmer,
es gibt sie zwar, aber nicht in digitalisierter Form, sondern nur in gedruckten Listen oder, ganz
schlimm, es gibt sie gar nicht, weil z. B. zwar zugesagt, jedoch nicht ermittelt oder geliefert.
Kalkulationsparameter verschiedenster Art sind nicht im System vorhanden.
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