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3.2.5 Finanz- und Liquiditätsplanung
Exkurs >>
Beispiele:
a) Unterschied bei der Planung der Kosten und Auszahlungen
Ein Unternehmen plant für den Planungszeitraum 2010 die Anschaffung von
vier neuen Personal Computern (PC) im Januar 2010. Die Anschaffungskosten
betragen je PC 1.500 EUR, in Summe 6.000 EUR. Die Anschaffungskosten
führen zu Auszahlungen in Höhe von 6.000 EUR im Jahr der Anschaffung, da
der Lieferant der PCs auf die Zahlung seiner Rechnung innerhalb von zwei
Wochen besteht. Die PCs werden in 2010 und in den folgenden drei Jahren
(d. h. insgesamt vier Jahre) genutzt und über diesen Zeitraum linear abge-
schrieben. Pro PC ergibt sich ein jährlicher Abschreibungsbetrag in Höhe von
375 EUR, in Summe betragen die Abschreibungen für die vier PCs 1.500 EUR.
Die Kosten werden als geplante Jahresabschreibungen in die Kostenplanung
für den Planungszeitraum 2010 übernommen. Somit steht der geplanten Aus-
zahlung in 2010 in Höhe von 6.000 EUR lediglich geplante Kosten in Form
der Abschreibungen in Höhe von 1.500 EUR gegenüber.
b) Unterschied bei der Planung der Erlöse und Einzahlungen
Ein Unternehmen ermittelt auf Basis der geplanten Selbstkosten und der
geplanten Absatzmengen Erlöse für ein Produkt. Die Erlöse stammen aus dem
Verkauf eines Produkts (z. B. Fahrzeug). Im Sinne der kaufmännischen Buch-
haltung wird neben dem Umsatzerlös eine Forderung aus Lieferungen und
Leistungen verbucht. Es ist nicht sichergestellt, ob die Forderung aus Lieferun-
gen und Leistungen von Kunden im Planungszeitraum 2010 auch tatsächlich
bezahlt wird und so den Cash Flow und Zahlungsmittelbestand des Unterneh-
mens erhöhen wird. Aus diesem Grund ist die Unterscheidung zwischen der
Planung der Erlöse aus der Güter- bzw. Leistungsverwertung (= Erlösplanung)
und deren tatsächliche »Bezahlung« (= Finanz-/Liquiditätsplanung) durch den
Leistungsempfänger (z. B. Kunde, Bürger) erforderlich.
Fachliche Beschreibung und Beispiele
Der Finanzplan bildet für zukünftige Perioden die Ein- und Auszah-
lungen des Unternehmens ab und lässt einen Liquiditätsbedarf oder
-überschuss erkennen. Ähnlich einer Kapitalflussrechnung integriert
er die
>> Planung der Zahlungsströme des operativen Bereichs,
>> Investitionsplanung und
>> Finanzierungsplanung.
Ausgangspunkt für die Ermittlung des Liquiditätsbedarfs bzw. -über-
schusses ist der Anfangsbestand an Zahlungsmitteln. Die Plandaten
werden für die Zukunft unterschiedlich genau ermittelt.
Anhand einer rollierenden Planung werden die drei Monate des ers-
ten Quartals monatsgenau, die drei weiteren Quartale des Jahres
 
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