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4.1 Strategische Instrumente
4.1
Strategische Instrumente
4.1.1
Risikomanagement
Problemstellung
Jedes unternehmerische Handeln ist mit Risiken verbunden. Strebt
ein Unternehmen nachhaltig nach hohen Gewinnen, muss es in aller
Regel bereit sein, auch Risiken einzugehen. Jedoch sollten nur dieje-
nigen Risiken kontrolliert eingegangen werden, denen Chancen
gegenüberstehen, die für das Unternehmen Wettbewerbsvorteile
ableiten lassen.
Bei der ersten Kategorie handelt es sich um reine Risiken im Sinne
einer Schadensgefahr, die nicht aus dem unternehmerischen Handeln
unmittelbar resultieren (z. B. Ausfallrisiko durch Feuer oder Sturm).
Bei Eintritt des reinen Risikos wird das Vermögen unmittelbar
gemindert. Es handelt sich dabei um seltene und unregelmäßige
Gefahren für die Unternehmensentwicklung.
Risiken aus dem unternehmerischen Handeln sind spekulative Risi-
ken (z. B. Risiko bei der Markteinführung eines neuen Produkts) und
sind in der Regel nicht kalkulierbar und versicherbar. Dabei kann
das Risiko, das aus dem unternehmerischen Handeln resultiert,
unterteilt werden in eine
>> Verlustgefahr (Risiko im engeren Sinne) und
>> Chance (Risiko im weiteren Sinne).
Die Folgen des unternehmerischen Handelns können sich vermögens-
mindernd (Verlustgefahr) und vermögensmehrend (Chance) auswir-
ken.
Vom gesetzlichen Rahmen des KonTraG werden sowohl das reine
Risiko (Schadensgefahr) als auch ein Teil des spekulativen Risikos,
nämlich das Risiko im engeren Sinne (Verlustgefahr) erfasst. Nicht
erfasst wird das Risiko im weiteren Sinne, die Chance. Somit stellt
die Bewältigung versicherbarer Risiken nur einen Teilbereich des
Risikomanagements dar.
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