Microsoft Office Tutorials and References
In Depth Information
4.1 Strategische Instrumente
und zu bewerten, vielmehr muss im Vordergrund der kontrollierte
Umgang mit den Risiken stehen. Dies setzt das Ergreifen unterschied-
licher Strategien der Risikosteuerung voraus:
>> Risiko vermeidung (Verzicht auf risikoreiche Aktivitäten im Pro-
jekt, z. B. Verzicht auf die Annahme eines Change Request, der
als Festpreis ausgeführt werden soll),
>> Risiko verminderung (Reduzierung der Eintrittswahrscheinlich-
keit und/oder der Auswirkung, z. B. durch Datensicherungen vor
Mandantenkopien oder Einspielen von Updates),
>> Risiko überwälzung (auch Risikoübertragung oder Risikotrans-
fer; Übertragung des Risikos auf Dritte, z. B. Überwälzung auf
einen Dienstleister (z. B. Unternehmensberater)),
>> Risiko kompensation (auch Risikoakzeptanz; z. B. bei Bagatell-
risiken oder bei Risiken, für die keine anderen Strategien der
Risikosteuerung anwendbar sind).
Risikoüberwachung
Bei der Risikoüberwachung ist zu unterscheiden:
Begriff
Beschreibung
Risikoüberwachung im engeren Sinne
(i. e. S.)
Laufende Überwachung der einzelnen Risiko-
positionen
Risikoüberwachung im weiteren Sinne
(i.w.S.)
Überwachung des Risikomanagementsystems
Tabelle 4.2: Risikoüberwachung i. e. S. und i.w.S.
Risikokommunikation
Ein Risikoberichtswesen mit definierten Schwellwerten (»Ampel-
funktion«) für jede Stufe der Risikokommunikation (z. B. Teilpro-
jektleiter an Projektleiter; Projektleiter an Lenkungsausschuss;
Lenkungsausschuss an Unternehmensleitung) sollte installiert wer-
den. Neben den regelmäßigen Berichten muss das Risikoberichts-
wesen so flexibel gestaltet sein, dass bei Eilbedürftigkeit (z. B. neu
auftretende, wesentliche Risiken) umgehend – unter Umgehung
förmlicher Berichtsstrukturen, institutionalisierter Kommunikations-
wege und Periodizitäten der Berichterstattung – Sofortmeldungen an
die zuständigen Entscheidungsträger gelangen (Ad-hoc-Berichterstat-
tung).
Search JabSto ::




Custom Search