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4.1.2 Target Costing/Zielkostenmanagement
Der ursprüngliche Ansatz des Target Costing wird mit der »Market
into Company-Methode« am konsequentesten verfolgt, da hier die
Kunden- und Marktorientierung am besten sichergestellt sind. Die
übrigen Methoden beinhalten das Risiko, dass die Kundenbedürf-
nisse nur unzureichend berücksichtigt werden.
Phase 2: Zielkostenspaltung
In dieser Phase werden die Zielkosten für das gesamte Produkt in
Detailvorgaben für einzelne Produktkomponenten differenziert.
Dafür müssen die durch den Kunden definierten Produktmerkmale
und die sie realisierenden Produktkomponenten in einen Zusammen-
hang gesetzt werden. Dies ist erforderlich, um die Entwicklung und
Produktion der einzelnen Produktkomponenten zielorientiert steuern
zu können.
Die Zurechnung der Zielkosten zu den einzelnen Produktkomponen-
ten in einer Matrixform kann mithilfe unterschiedlicher Methoden
erfolgen:
1. Komponentenmethode (Ableitung der Produktkomponenten aus
einem Referenzmodell (z. B. Vorgängermodell, Wettbewerbspro-
dukte) und Spaltung der Zielkosten nach den Kostenrelationen
des Referenzmodells)
2. Funktionsmethode (Verteilung der Zielkosten auf die Produkt-
komponenten gemäß den Wertschätzungen der Produktmerk-
male durch die Kunden und der Erfüllung dieser durch die
Produktkomponenten; Anwendung eines komponentenspezifi-
schen Zielkostenindex)
Die Zielkostenspaltung wird auch als das »Herzstück des Target
Costing« bezeichnet.
Phase 3: Zielkostenerreichung
Nach der Vereinbarung der Zielkosten muss mittels des Produktkon-
zepts sichergestellt werden, dass einerseits die Kundenanforderungen
erfüllt und andererseits die Zielkosten eingehalten werden. Dabei
kommen mehrere Methoden und Instrumente zum Einsatz, um eine
effektive Kostensenkung in der frühen Entwicklungsphase zu errei-
chen. Dazu sind die Kostensenkungspotenziale aufzuzeigen und diese
wirkungsvoll zu realisieren.
Die nachfolgende Tabelle zeigt diverse Ansätze zur Zielkostenerrei-
chung (Quelle: Arnaout, Target Costing in der deutschen Unterneh-
menspraxis (2001), S. 54):
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