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4.1.4 Wertorientierte Unternehmensführung
>> Berücksichtigung des Risikos der Eigenkapitalgeber, da Aus-
schüttungen und Kurssteigerungen nicht vertraglich zugesichert
sind
>> Vertraglich fixierte Fremdkapitalzinsen
>> Berücksichtigung der Kapitalstruktur zu Marktwerten (nicht zu
Buchwerten)
Es ergibt sich der sog. WACC ( Weighted Average Cost of Capital )
bzw. gewichtete Kapitalkostensatz:
WACC (in %) = r EK x EK/FK + r FK x (1-t) x FK/GK
<< Exkurs
Legende zur Formel:
r EK = Renditeforderung der Eigenkapitalgeber
r FK = Renditeforderung der Fremdkapitalgeber
i = risikofreier langfristiger Kapitalmarktzins (z. B. zehnjährige
Bundesanleihe)
EK = Eigenkapital zu Marktwerten (= Börsenkapitalisierung)
FK = Fremdkapital zu Marktwerten (aus Vereinfachungsgründen
Buchwert)
GK = Gesamtkapital zu Marktwerten
t = Ertragsteuersatz
(1-t) = Tax Shield (= Korrekturfaktor, da FK-Zinsen steuerlich
abzugsfähig sind)
Die Renditeforderung der Eigenkapitalgeber r EK leitet sich ab aus
>> risikofreier langfristiger Kapitalmarktzins
>> zzgl. individueller Risikozuschlag b x (r M – i) für das »allgemeine
Marktrisiko«, mit
b = Beta-/Risikofaktor des Unternehmens (z. B. im Handelsblatt
abgedruckt)
r M = risikobehaftete Aktienmarktrendite
Die Renditeforderung der Fremdkapitalgeber r FK leitet sich ab aus
>> risikofreier langfristiger Kapitalmarktzins
>> zzgl. bonitätsabhängiger Zinszuschlag z (z. B. E.ON nimmt
0,5 %-Punkte)
 
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