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4.2 Operative Instrumente
Abbildung 4.65: Differenzierte Zuschlagskalkulation
Gemeinkostenwertanalyse
Problemstellung
Bereits in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die Notwen-
digkeit erkannt, die Gemeinkostenbereiche im Unternehmen transpa-
rent zu gestalten und steuern zu können. Dies war die Folge, dass in
vielen Unternehmen den Gemeinkostenbereichen zu wenig Aufmerk-
samkeit geschenkt wurde und diese von stetig zunehmenden Kosten
geprägt waren. Problematisch erwies sich damals und erweist sich
heute noch das Problem, dass die Leistungen der Gemeinkostenberei-
che nicht wirklich bekannt sind. Dies ist die Folge einer fehlenden
Outputorientierung der Gemeinkostenbereiche.
Gemeinkosten sind diejenigen Kosten, die dem einzelnen Auftrag
bzw. Kostenträger (Produkt) nicht direkt zugerechnet werden kön-
nen (z. B. Kosten administrativer Tätigkeiten wie Personalverwal-
tung, Rechnungswesen, IT- und Unternehmenssicherheit, Reinigung,
Unternehmenskommunikation). Einzelkosten dagegen können dem
Auftrag bzw. Kostenträger (Produkt) direkt zugerechnet werden
(z. B. Fertigungsmaterial, Fertigungslöhne). Die Verrechnung der
Gemeinkosten, die auf den »Overhead-Kostenstellen« gesammelt
und auf die Kostenträger verrechnet werden, erfolgt mithilfe des
Betriebsabrechnungsbogens. Ziel darf es jedoch nicht sein, ungeach-
tet der entgegenstehenden Leistung die Gemeinkosten »unreflektiert«
zu verrechnen, nur um eine Entlastung der Gemeinkostenbereiche zu
erreichen.
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