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4.2 Operative Instrumente
setzt eine Gleichartigkeit der Leistungen voraus. Ist dies nicht
gegeben, führt sie zu falschen Kosten pro Erzeugniseinheit. Bei
der Äquivalenzziffernkalkulation stellt die Wahl der richtigen
Äquivalenzziffern für den Kostenrechner eine große Herausfor-
derung dar (Wahl der Kalkulationsverfahren).
3. Es ist keine Aussage über Kosten möglich, die kurzfristig bei Pro-
duktionsverzicht vermeidbar sind und welche trotz Nichtpro-
duktion weiterhin anfallen. Dadurch besteht die Gefahr, dass
Produkte aus dem Produktionsprogramm eliminiert werden, die
unter Teilkostengesichtspunkten einen positiven Deckungsbei-
trag abliefern würden (Fehlentscheidungen bei der Planung des
Produktionsprogramms).
4. Als Folge von 3. kann es auch zu fehlerhaften Entscheidungen
bei der Wahl zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug kom-
men.
5. Die kurzfristige Preisfindung und -beurteilung ist ohne eine Kos-
tenspaltung nicht zielführend möglich, da bei der Vollkosten-
rechnung nicht identifiziert werden kann, welche Kosten
kurzfristig abbaubar sind und welche Kosten auch bei einem
Produktionsstopp anfallen würden. Lediglich eine langfristige
Preisuntergrenze kann mithilfe der Vollkostenrechnung auf Basis
der gesamten Stückkosten ermittelt werden. Die kurzfristige
Preisuntergrenze setzt die Kenntnis der variablen Stückkosten
und damit eine Kostenspaltung voraus.
Die Nachteile zeigen deutlich, dass das System der Vollkostenrech-
nung für die Fundierung von Entscheidungen zu Preisen und zum
Produktsortiment nicht geeignet ist. Eine Kostenspaltung ist zwin-
gend erforderlich, gefolgt von einer Teilkostenbetrachtung.
Fachliche Beschreibung und Beispiele
Bei der Teilkostenrechnung wird im Vergleich zur Vollkostenrech-
nung nur ein Teil der Kosten (= variable Kosten; Produktkosten) auf
die Kostenträger verrechnet. Die restlichen Kosten (= fixe Kosten;
Strukturkosten) werden in einem Block bzw. in mehreren Blöcken
berücksichtigt.
Die Deckungsbeitragsrechnung ist ein Kostenrechnungsverfahren,
das auf der Teilkostenbetrachtung aufbaut. Der Deckungsbeitrag
eines Produkts errechnet sich als Differenz zwischen Erlösen und
variablen Kosten. Er stellt den Betrag dar, der zur Deckung der fixen
Kosten und zur Erzielung des Gewinns verwendet wird. Unterschie-
den werden beim Einproduktbetrieb:
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