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4.2.3 Finanzen
Wachstumsquote
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Formel Nettoinvestitionen in das Sachanlagevermögen/
Abschreibungen des Geschäftsjahres auf das
Sachanlagevermögen x 100
Aussage Wird über die Abschreibung hinaus investiert, liegt ein echtes Wachstum vor.
Ein Substanzverzehr liegt bei einer dauerhaft negativen Wachstumsquote vor.
Die Unternehmenspolitik könnte das Ziel der Abschöpfung und nicht ein
Wachstumsziel verfolgen.
Abschreibungsquote
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Formel Abschreibungen des Geschäftsjahres auf das
Sachanlagevermögen/Sachanlagevermögen zu
historischen Anschaffungskosten x 100
Aussage Eine steigende Abschreibungsquote lässt erkennen, inwieweit durch Abschrei-
bungen stille Reserven zu Lasten des Gewinns gebildet werden bzw. bei einer
sinkenden Abschreibungsquote stille Reserven zu Gunsten des Gewinns auf-
gelöst werden. Informationen über steuerrechtlich in Anspruch genommene
Sonderabschreibungen erhöhen die Aussagekraft der Kennzahl.
Umschlagsdauer der Vorräte
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Formel Bestand an Vorräten/Umsatzerlöse x 365
Aussage Die Kennzahl gibt an, wie lange (in Tagen) die Vorräte und das zu ihrer Finan-
zierung erforderliche Kapital durchschnittlich im Unternehmen gebunden sind.
Eine geringe Umschlagsdauer könnte – isoliert betrachtet – insoweit interpre-
tiert werden, dass Anspannungen der Liquidität aus dem laufenden Umsatz-
prozess abgefangen werden können. Aus einer geringen Bindungsdauer
könnte jedoch auch gefolgert werden, dass die laufenden Ersatzbeschaffungen
einen Zahlungsmittelbedarf hervorrufen und bei einer längeren Umschlags-
dauer Liquiditätsverschlechterungen seltener anfallen.
Debitorenlaufzeit (Kundenziel)
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Formel
Bestand an Forderungen aus LuL/Umsatz-
erlöse x 365
Aussage
Mithilfe der Kennzahl kann das Zahlungsverhalten der Kunden und die Dauer
der Liquiditätswirkung der Umsatzerlöse analysiert werden. Ein langes Kun-
denziel deutet auf Optimierungspotenzial beim Forderungsmanagement (z. B.
Einräumung von Skonto, Mahnwesen) hin und lässt Risiken erkennen (z. B.
schlechte Bonität der Kunden, Gefahr des Forderungsausfalls, schlechte Pro-
duktqualität führt zu verzögerter Abnahme oder Rechnungsbezahlung). Eine
Verkürzung des Kundenziels könnte bedeuten, dass durch eine Verfrühung der
Einzahlungszeitpunkte einem wachsenden Kapitalbedarf oder nicht gedeckten
Kapitalbedarfsspitzen entgegengewirkt wird. Eine Verlängerung des Kunden-
ziels könnte interpretiert werden, dass das Unternehmen zur Verbesserung der
Auftragslage Zugeständnisse hinsichtlich des Zahlungsziels macht oder Kun-
den schlechterer Bonität beliefert.
Tabelle 4.25: Kennzahlensammlung zur Jahresabschlussanalyse (Forts.)
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