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4.2.3 Finanzen
Kreditorenlaufzeit (Lieferantenziel)
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Formel Bestand an Verbindlichkeiten aus LuL/Materi-
alaufwand + RHB-Bestandsveränderungen x 365
Aussage Umgekehrte Argumentation wie bei der Debitorenlaufzeit
Eigenkapitalquote
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Formel Bilanzielles bzw. wirtschaftliches Eigenkapital/
Gesamtkapital x 100
Aussage Ein hoher Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital sichert die Dispositions-
freiheit des Unternehmens und schützt vor Überschuldung und der damit
drohenden Insolvenz. Je höher der Eigenkapitalanteil, desto größer ist der
Gläubigerschutz und desto kreditwürdiger ist das Unternehmen, d. h. Neukre-
ditaufnahmen werden dadurch erleichtert. Andererseits können Fremdkapital-
zinsen als Aufwand steuermindernd eingesetzt werden, während die
Finanzierung über Eigenkapital eine hohe steuerliche Belastung nach sich zieht.
Auch aus Gründen des Unternehmenswachstum und des technischen Fort-
schritts sollte die Ausschöpfung des Fremdfinanzierungsspielraums vom
Unternehmen durchaus in Betracht gezogen werden. Eine angemessene Eigen-
kapitalquote beträgt – in Abhängigkeit von Branche und spezieller Unterneh-
menssituation – ca. 1/3 des Gesamtkapitals, ist aber in der Praxis deutscher
Unternehmen häufig niedriger.
Selbstfinanzierungsgrad
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Formel Gewinnrücklagen/Gesamtkapital x 100
Aussage Der Selbstfinanzierungsgrad gibt an, in welchem Maße das Unternehmen in
der Lage war, mittels Einbehaltung (Nichtausschüttung) von Gewinnen Eigen-
kapital zu bilden. Die Bildung stiller Rücklagen kann hiermit jedoch nicht
erkannt werden. Auch der Teil der Selbstfinanzierung, der aus Gesellschafts-
mitteln zu Kapitalerhöhungen geführt hat, kann nicht erkannt werden, da diese
Mittel bereits im gezeichneten Kapital enthalten sind.
Statischer Verschuldungsgrad I (+ II)
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Formel Fremdkapital (+ sonstige finanzielle Verpflich-
tungen)/Eigenkapital x 100
Aussage Der statische Verschuldungsgrad I drückt die Relation von Fremdkapital zu
Eigenkapital aus. Durch Erweiterung des Fremdkapitals um die im Anhang
angabepflichtigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen können sowohl der
statische Verschuldungsgrad als auch der Anspannungsgrad modifiziert wer-
den.
Anspannungsgrad I (+ II)
Jahr 1
Jahr 2
Jahr 3
Formel
Fremdkapital (+ sonstige finanzielle Verpflich-
tungen)/Gesamtkapital x 100
Aussage
Die Kennzahl I gibt den Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital an. Je
höher der Anspannungsgrad, desto geringer ist die Eigenkapitalquote. Dies hat
in der Regel negative Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit des Unterneh-
mens. In der deutschen Analysepraxis wird jedoch meist die Eigenkapitalquote
verwendet. Der Anspannungsgrad sollte differenziert nach den verschiedenen
Restlaufzeiten des Fremdkapitals (kurz-, mittel-, langfristig) ermittelt werden.
Tabelle 4.25: Kennzahlensammlung zur Jahresabschlussanalyse (Forts.)
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