Microsoft Office Tutorials and References
In Depth Information
4.2.3 Finanzen
verfügt über Vorteile gegenüber der bestandsgrößenorientierten
Liquiditätsanalyse:
>> Sie ist nicht stichtagsbezogen und lässt erkennen, in welchem
Maße das Unternehmen in der Lage ist, sich aus eigener Kraft zu
finanzieren.
>> Sie ist nicht aufwands- und ertragsorientiert und dient nicht der
Ermittlung eines ausschüttungsfähigen Gewinns, sondern zielt
auf eine Beurteilung der Liquidität und damit der Finanzlage ab.
Fachliche Beschreibung und Beispiele
Der Cash Flow ist definiert als Überschuss der Summe der Einzahlun-
gen über die Summe der Auszahlungen. Die Analyse des Cash Flow
verfolgt mehrere Ziele. Der Cash Flow dient als Indikator zur
>> Beurteilung der Ertragskraft,
>> Beurteilung der Finanzkraft im Sinne des Innenfinanzierungs-
potenzials und
>> Früherkennung von Fehlentwicklungen im Rahmen der Krisen-
prognose,
wobei die Beurteilung der Finanzkraft klar im Vordergrund steht.
Beurteilt wird die Fähigkeit des Unternehmens, aus eigener Kraft
nachhaltig Liquidität zu generieren und damit aus den Einzahlungen
die operativen Auszahlungen sowie die Auszahlungen für Investi-
tionen, Kapitaldienste (Tilgung und Zinszahlung) und Ausschüttun-
gen bestreiten zu können. Der Cash Flow ist daher kein Maßstab für
die vorhandene Liquidität, sondern stellt eine Kennzahl zur Beurtei-
lung der Innenfinanzierungskraft und Verschuldungsfähigkeit eines
Unternehmens dar. Für die Gläubiger des Unternehmens ist der Cash
Flow eine Kennzahl zur Beurteilung der Rückzahlungsfähigkeit von
Verbindlichkeiten und der damit verbundenen Zinszahlungen (Boni-
tätsbeurteilung).
Die Ermittlung des Cash Flow kann originär oder derivativ (abgelei-
tet) erfolgen. Die indirekte Ermittlung wird in der nachfolgenden
Darstellung zunächst anhand der Berechnung des vereinfachten Cash
Flow erläutert.
Search JabSto ::




Custom Search