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4.2.3 Finanzen
Fachliche Beschreibung und Beispiele
Zur Gewinnung von Informationen über die Mittelverwendung und
-aufbringung wird der Cash Flow um Zahlungsgrößen ergänzt, die
sich auf Bilanzpositionen auswirken, jedoch keinen GuV-Bezug auf-
weisen. Dies geschieht in Form der Kapitalflussrechnung als Finanz-
rechnung , die die Veränderung der Liquidität und der sie
bestimmenden Größen darstellt. Während US-GAAP und IAS/IFRS
die Kapitalflussrechnung als Pflichtbestandteil des Jahresabschlusses/
Konzernabschlusses vorschreiben, sieht das HGB diese aktuell nur
für nichtbörsennotierte Muttergesellschaften vor, die den Konzern-
anhang um eine Segmentberichterstattung und eine Kapitalflussrech-
nung zu erweitern haben (§ 297 Abs. 1 HGB).
Wie auch bei der Ermittlung des Cash Flow gibt es bei der Erstellung
der Kapitalflussrechnung Tendenzen zur Standardisierung auf inter-
nationaler und deutscher Ebene.
Im Mittelpunkt der Kapitalflussrechnung steht ein Finanzmittel-
fonds , der aus der Bilanz ausgegliedert wird. Liegt eine Kapitalfluss-
rechnung gemäß DRS 2 bzw. IAS 7 oder FAS 95 vor, entspricht der
Finanzmittelfonds (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente)
den »liquiden Mittel« (flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlauf-
vermögens mit einer Laufzeit kleiner drei Monaten).
Die Veränderung dieses Bestands an liquiden Mitteln wird im Fonds-
änderungsnachweis (Fondsveränderungsrechnung) in einer Summe
dargestellt. Eine Zunahme des Fonds kann grundsätzlich als eine
Verbesserung, eine Abnahme als Anspannung der Liquidität gewertet
werden. Jedoch darf eine potenzielle Zahlungsunfähigkeit erst dann
prognostiziert werden, wenn das Unternehmen bei einer Verschlech-
terung der Liquidität nicht mehr in der Lage ist, den Finanzmittel-
fonds aufzufüllen. Bei einer Steigerung des Finanzmittelfonds sollten
die dahinter stehenden Absichten des Unternehmens geklärt werden
(z. B. Erwerb von Beteiligungen, Investitionen in Sachanlagen). Auch
die Frage nach der Effizienz des Cash Managements muss in diesem
Zusammenhang gestellt werden.
Die Ursachen für die Veränderung der liquiden Mittel, d. h. des
Finanzmittelfonds, werden in der Ursachenrechnung erläutert. Ursa-
chen können liegen im
>> operativen bzw. betrieblichen Bereich (häufig gekennzeichnet
durch einen Einzahlungsüberschuss , jedoch bei Neugründung
oder starker Expansion auch vorübergehend negativ möglich),
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