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4.2.6 Sonstige
Das relevante Controlling-Instrument ist die ABC-Analyse, die vor
allem in den traditionellen Unternehmensbereichen wie in der Mate-
rialwirtschaft, im Vertrieb und in der Produktion zum Einsatz
kommt. Allerdings kann das Verfahren auch allgemein bei der Abar-
beitung von Aufgaben nützlich sein. Auch hier ist eine Priorisierung
nach unterschiedlicher Dringlichkeit bzw. Nutzenbeitrag möglich.
Fachliche Beschreibung und Beispiele
Die fachliche Grundlage der ABC-Analyse ist eine Klassifizierung
diverser Problembereiche . Hierzu werden drei Klassen gebildet:
>> A-Klasse (z. B. A-Kunden, A-Materialien, A-Aufgaben)
>> B-Klasse (z. B. B-Kunden, B-Materialien, B-Aufgaben)
>> C-Klasse (z. B. C-Kunden, C-Materialien, C-Aufgaben)
Schritt 1: Datengewinnung
Die Klassifizierung der Kunden erfolgt anhand von Umsatzerlösen
bzw. Deckungsbeiträgen. Im ersten Fall reichen die Informationen
aus der Finanzbuchhaltung (Debitoren, Umsatzerlöse), im zweiten
Fall werden aussagefähigere Informationen aus der Deckungsbei-
tragsrechnung benötigt. Die Materialien werden anhand ihres Werts,
Aufgaben anhand ihrer Dringlichkeit oder ihres Nutzenbeitrags klas-
sifiziert.
Schritt 2: Klassenbildung
Die Klassenbildung selbst erfolgt nach dem bekannten Rahmen des
Pareto-Prinzips : Mit den ersten 20% des Inputs können ca. 75 bis
80% des Outputs erreicht werden. Bezogen auf die Kunden eines
Unternehmens bedeutet dies bei vielen Unternehmen, dass sie mit ca.
20% der Kunden 80% der Umsatzerlöse bzw. Deckungsbeiträge
erwirtschaften. Zur Analyse des Lagerwerts von Materialien könnten
folgende Klassen gebildet werden:
Klasse
Anteil am Lagerwert
%-Anteil an der Anzahl
der Materialien
A-Teile
75%
5%
B-Teile
20%
20%
C-Teile
5%
75%
Tabelle 4.34: ABC-Analyse in der Materialwirtschaft
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