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4.2.6 Sonstige
Lieferantenbewertung
Problemstellung
Probleme mit Lieferanten: Insbesondere in wettbewerbsintensiven
Märkten mit geringer Fertigungstiefe entscheidet ein durchgängiges
und transparentes Beschaffungs- und Lieferantenmanagement zuneh-
mend über den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens. Erfolgs-
voraussetzung ist eine wettbewerbsfähigere Wertschöpfungskette,
von der sowohl der Hersteller als auch seine Endkunden profitieren.
Fachliche Beschreibung
Als Ziele einer Lieferantenbewertung bzw. -beurteilung (auch: Sup-
plier Performance Rating) werden u. a. genannt:
>> Vorauswahl von Lieferanten für den späteren Verhandlungspro-
zess
>> Reduzierung der Lieferanten
>> Optimierung der Lieferantenbeziehungen hinsichtlich der zu
beschaffenden Güter und Dienstleistungen
Im Rahmen der Lieferantenbewertung werden die Lieferanten auf
Basis unterschiedlicher quantitativer und qualitativer Kriterien beur-
teilt. Die Hardfacts (z. B. Liefertreue, Lieferfähigkeit), die im Rahmen
der operativen Lieferantenbewertung ermittelt wurden, und Softfacts
(z. B. Innovation, Kooperationsbereitschaft) aus der strategischen
Lieferantenbeurteilung werden zusammengeführt und gewichtet
betrachtet. Gängige Kriterien der Lieferantenbewertung sind z. B. die
ppm-Rate der gelieferten Teile, der Preis, die Mengen- und Termin-
treue, Serviceleistungen, Zertifizierungen sowie die Innovationsfähig-
keit des Lieferanten. Die erst genannten Kriterien sind dabei
objektiver Natur und relativ leicht messbar, die Innovationsfähigkeit
hingegen ist eine subjektive Größe und ist somit schwieriger messbar.
Das Ergebnis ist ein objektives und umfassendes Leistungsprofil des
Lieferanten für chronologische Leistungsverläufe, Wettbewerbsver-
gleiche und Portfolio-Analysen, auf dessen Basis konkrete Maß-
nahmen zur Performanceverbesserung abgeleitet und nachhaltig
gesteuert werden können.
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