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5.2 Management-Berichte
>> Trotz grundsätzlicher Akzeptanz der Berichte ist die zweckge-
richtete Verwendung nicht zwangsläufig sichergestellt. Die
Wahrnehmung ist Voraussetzung für die damit später verbun-
dene richtige Deutung der Berichte. Die Wahrnehmung eines
Berichts setzt voraus, dass dieser beim Berichtsempfänger unver-
stümmelt ankommt.
>> Dem folgt das Verstehen der Berichte – hier besteht die Gefahr
von Missverständnissen auf der Seite des Berichtsempfängers.
Fehlinterpretationen sind trotz der richtigen Wahrnehmung die
Folge. Beispielsweise könnte der Berichtsempfänger Kostendaten
als Teilkosten deuten, obwohl es sich um Vollkosten bzw. umge-
kehrt handelt.
>> Nach dem Verstehen der Berichtsinformationen erfolgt die Beur-
teilung durch den Berichtsempfänger im Sinne der Zweckorien-
tierung. Die Erkenntnis des Berichtsempfängers, dass die
Berichtsdaten geeignet sind, seine Entscheidungen und Handlun-
gen zu unterstützen, ist hierfür eine Grundvoraussetzung. Der
Berichtsempfänger muss z. B. erkennen, dass er mithilfe des
Berichts zur Deckungsbeitragsrechnung Entscheidungen über die
Veränderung seines Produktsortiments fundieren kann. Wäh-
rend bei der Wahrnehmung und dem Verstehen die Aufnahme-
fähigkeit des Berichtsempfängers gefordert ist, setzt die
Beurteilung der Zweckorientierung verstärkt »fachliches Kön-
nen« voraus.
>> Letztlich muss der Berichtsempfänger gewillt sein, die Berichts-
informationen für seine Entscheidungen und sein Handeln zu
nutzen. An dieser Stelle tritt die sachliche Ebene in den Hinter-
grund und die emotionale Sicht gewinnt an Bedeutung. So kön-
nen Kostensteigerungen vom Berichtsempfänger zwar
wahrgenommen und die Bedeutung für die Steuerung einer
Organisationseinheit fachlich richtig beurteilt werden, jedoch
werden die Berichtsinformationen verdrängt, da er die einzulei-
tenden Sanktionen (z. B. Initiierung eines Kostensenkungspro-
gramms) scheut. Dies führt auf der emotionalen Ebene zu einer
Zurückweisung der Informationen. Demzufolge spielen die Per-
sönlichkeitsmerkmale des Berichtsempfängers im Sinne eines
»Wollens« eine entscheidende Rolle.
Um die vorstehend genannten Störungen und Fehlerquellen zu ver-
meiden, ist es erforderlich, Standards zu etablieren, um das Berichts-
wesen aussagekräftig, überschneidungs- und fehlerfrei zu gestalten.
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