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Die Schädlinge gehen alle nach dem gleichen Schema vor: Zunächst erzeugt die Scareware
eine Sicherheitswarnung, die in vielen Fällen sehr seriös aussieht. Anschließend soll der
Anwender eine Software kaufen, um den vermeintlichen Virus zu beseitigen. Der Kauf
funktioniert oft durch einen Link im Meldefenster der Anwendung. Bei der Anwendung
handelt es sich allerdings um keinen Virenscanner, sondern um eine gefälschte Software,
die im besten Fall überhaupt nichts macht, im schlimmsten Fall den Rechner zum Absturz
bringt oder Daten entwendet.
Manche Scareware-Schädlinge geben sich schon mit dem Kauf zufrieden. Andere installie-
ren zusätzlich einen Trojaner und lesen noch Benutzerdaten aus und sorgen dafür, dass der
heimische Rechner über das Internet gesteuert werden kann, um auf Angriffe von anderen
Computern teilzunehmen.
In jedem Fall ist Scareware ein Ärgernis, häufig noch ein teures. Es gibt aber zahlreiche
kostenlose Tools, die beim Entfernen solcher Angreifer helfen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie
dabei vorgehen. Der erste Tipp ist zunächst das Sperren Ihrer Kreditkarte, mit der Sie den
Schädling bezahlt haben, wenn es schon zu spät ist. Anschließend machen Sie sich an die
Bereinigung des Rechners.
Zwar ist Windows 8 in dieser Hinsicht sicherer als Windows 7, da Windows Defender
»aufgebohrt« wurde und das Bordmittel jetzt auch nach Viren suchen kann. Aber auch das
neue Betriebssystem lässt sich mit Scareware angreifen.
Generell gilt bei einer Virenverseuchung von Rechnern, dass der sauberste Weg eine kom-
plette Neuinstallation des PCs ist oder zumindest das Wiederherstellen des Originalzu-
stands (Reset) über die Einstellungen. Allerdings ist das nicht in allen Fällen möglich und
ziemlich aufwendig. Wenn Sie Scareware mit Tools entfernen, kann es trotzdem passieren,
dass einzelne Programme nicht mehr funktionieren oder das Betriebssystem abstürzt. Bei
der Virenbereinigung von Computern ist das leider nicht immer vermeidbar.
Unerwünschte Software deinstallieren
Im ersten Schritt können Sie sich selbst an die Bereinigung machen. Rufen Sie über die
Systemsteuerung die Funktion zum Deinstallieren von Anwendungen auf. Am schnellsten
geht das, wenn Sie auf der Startseite nach »appwiz.cpl« suchen. Ist die Software, die Sie
installiert haben, in der Auflistung zu finden, versuchen Sie diese im ersten Schritt zu ent-
fernen. Gelingt das nicht, müssen Sie dem Tool mit Zusatzprogrammen zu Leibe rücken.
Im nächsten Schritt verwenden Sie die kostenlose Version von Revo Uninstaller. Dieses
Programm hilft bei der Deinstallation von Anwendungen. Von Revo Uninstaller gibt es
auch eine portable Version, die ohne Installation direkt aufrufbar ist:
1. Laden Sie sich die aktuelle Version von der Seite http://www.revouninstaller.com/down-
load/revouninstaller.zip .
2. Entpacken Sie das Archiv über das Kontextmenü. Haben Sie kein Packprogramm ins-
talliert, sollten Sie auch für andere Zwecke den Einsatz von der Freeware 7-Zip ( http://
www.7-zip.de )überlegen.
 
 
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