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Mit Excel können Sie unheimlich viele verschiedene Dinge machen. Formulare erstel-
len, Datenbanken verwalten, hübsch bunte Grafiken erstellen und vieles mehr. Aber in
erster Linie wird mit Excel gerechnet. Rechnen ist sein größtes Steckenpferd. Fast alle
Disziplinen der angewandten Mathematik können mit Excel durchgeführt werden. Von
astronomischen Berechnungen über Trigonometrie bis hin zur linearen Optimierung,
Kombinatorik oder zu Wahrscheinlichkeitsrechnungen ist alles möglich.
Doch die mathematische Disziplin, die wie keine zweite dazu prädestiniert ist, auch
von Laien in Excel abgebildet zu werden, ist die Finanzmathematik.
Der „Otto Normalverbraucher“ möchte gerne sein „Häusle baue“. Er muss es in der Regel
leider zumindest zu einem Teil fremdfinanzieren und ist nicht in der Lage, bei einer
bekannten Darlehenssumme, einem vorgegebenen Zinssatz und einer ihm vorschwe-
benden Laufzeit, selbst die monatliche Belastung zu berechnen, die daraus entsteht.
Dazu bedarf es des sogenannten Annuitätenfaktors, von dem er entweder noch nie
etwas gehört hat oder den er zumindest nicht versteht und den er sich vor allem nicht
merken kann. Die größte Chance hat Herr Otto noch, wenn er aus einem alten Lehr-
buch eine Annuitätentabelle bei der Hand hat, die er evtl. noch anzuwenden vermag.
Nach diesem Kapitel ist mit dieser Unwissenheit Schluss. Sie werden die Formel des
Annuitätenfaktors verstehen, wissen, wie sie entsteht, und können sie deshalb bis ans
Ende Ihrer Tage selbst herleiten und werden sie auch niemals wieder vergessen. Und
gleichzeitig haben Sie sich damit bereits zum Hobby-Finanzmathematiker klassifiziert,
der in der Lage ist, eine Vielzahl von Berechnungen selbstständig durchzuführen.
6.1
Folgen und Reihen
Eine stillstehende Uhr hat doch täglich zweimal richtig gezeigt und darf nach Jahren
auf eine lange Reihe von Erfolgen zurückblicken. (Marie von Ebner-Eschenbach)
Um in Excel Finanzmathematik betreiben zu können, bedarf es relativ überschau-
baren Basiswissens. Das Wichtigste ist das Verständnis für Folgen und Reihen.
6.1.1 Zahlenfolgen
Jeder kann sich etwas unter einer Zahlenfolge vorstellen, beispielsweise aus IQ-
Tests, in denen man Folgen logisch fortsetzen soll:
1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – ???
1 – 4 – 7 – 10 – 13 – 16 – ???
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