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Für Excel ist jedes Datum eine Ganzzahl beginnend mit dem 01.01.1900. Die Datums-
anzeige ist nur ein Zahlenformat. Der 18.07.2008 ist für Excel der 39647te Tag. Der
21.10.2008 ist der 39742te Tag. 39742 – 39647 = 95. Um Datumsdifferenzen zu
berechnen, gibt es auch die (erstaunlicherweise undokumentierte) Funktion DATEDIF:
B3:=DATEDIF(B1;B2;"YD")
Aber die Funktion DATEDIF kommt eher dann zur Geltung, wenn die Datumsdifferenzen
in Monaten oder Jahren ermittelt werden sollen.
Werden zu dem ersten Datum beispielsweise 100
angelegt und zum zweiten
Datum wieder abgehoben, dann fallen bei einfacher Verzinsung von 3 % p.a. genau
= 95/365*0,03*100 = 0,780821917808219
Zinsen an. In der kaufmännischen Praxis besteht allerdings Unklarheit über den Quo-
tienten 95/365, denn es gibt unterschiedliche Zinsmethoden:
Deutsche Zinsmethode 30/360. Jeder Monat wird mit 30 Tagen gerechnet. Das
Jahr wird behandelt, als hätte es nur 360 Tage. Die US-Methode (NASD) rechnet
fast genauso, nur dass der Februar tagesgenau gerechnet wird.
Tagesgenaue Effektivzinsmethode act/act. Act steht für die tatsächliche Anzahl
Tage des Monats (28, 29, 30 oder 31) bzw. des Jahres (365 oder 366).
Englische Zinsmethode act/365
Eurozinsmethode act/360
TARGET-Methode. Sie ist mit Abstand am kompliziertesten zu berechnen. TAR-
GET = Trans-European Automated Real-time Gross Settlement Express Transfer
System. Zahlungen erfolgen demnach nicht an Wochenenden und bestimmten
Feiertagen. Der Zahlungstermin erfolgt am darauffolgenden, nächsten Arbeits-
tag. Fällt dieser in den nächsten Monat, wird er auf den vorhergehenden, letzten
Arbeitstag gelegt.
Unter Anwendung der ersten Methode gilt die sogenannte kaufmännische Zinsformel.
Abbildung 6.20: Kaufmännische Zinsformel
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