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So wie die Funktion IKV die Funktion ZINS aufpeppt, gibt es auch ein Tuning für die
Funktion BW, nämlich NBW:
NBW(Zins;Wert1;Wert2; ...)
Gibt den Nettobarwert (Kapitalwert) einer Investition auf Basis eines Abzinsungsfak-
tors für eine Reihe periodischer Zahlungen zurück.
Demzufolge kann der Barwert aus D9 auch mit
D9: =NBW(i;B4:B8)*(1+i)
ermittelt werden. NBW geht davon aus, dass der Barwert von –800
am Ende der
Verzinsungsperioden gilt und selbst noch ein Jahr zum Kalkulationszins diskontiert
werden muss. Da hier aber die –800
auf den Bezugszeitpunkt fallen und selbst
nicht abgezinst werden, muss das Ergebnis von NBW um eine Periode aufgezinst
werden, deshalb der Faktor *(1+i) in obiger Formel.
Wir verbleiben nun noch etwas bei der Funktion IKV. Die eigentliche Bestimmung
dieser Funktion haben wir bereits hinreichend dargelegt. Wie sie gehörig über sich
hinauswächst, sehen Sie im nächsten Abschnitt.
8.4
IKV – eine Funktion macht Karriere
Fassen wir noch einmal zusammen: Eine Zahlungsreihe mit n+1 Perioden stellt
nichts anderes als eine Polynomgleichung n-ter Ordnung dar. Bezogen auf das letzte
Zahlenbeispiel gilt:
y = 300*x^4+250*x^3+220*x^2+200*x-800
Wobei x für einen Abzinsungsfaktor 1/(1+i) steht. IKV verwendet ein Iterationsver-
fahren, um eine Nullstelle dieses Polynoms nahe der Y-Achse, im betriebswirtschaft-
lich relevanten Bereich, aufzuspüren. Wer den Zusammenhang zwischen Zahlungs-
reihe und Polynomgleichung verinnerlicht hat, könnte sich vielleicht folgende Frage
stellen:
Ist es möglich, die finanzmathematische Sicht auszublenden, den Fokus auf die
gesamte Polynomgleichung zu legen (nicht nur beschränkt auf einen kleinen Aus-
schnitt) und diese mit IKV weiter zu analysieren?
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