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Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen, denn
die Auswahl ist so groß. (Bertrand Russell)
Bisher haben wir alle finanzmathematischen Modelle isoliert betrachtet. In der Rea-
lität werden wir allerdings mit einer Vielzahl von Anlagemöglichkeiten überschüttet.
Hier gilt es abzuwägen, verschiedene Alternativen zu vergleichen und sich für die
vermeintlich beste zu entscheiden. Das Problem dabei ist, dass zwei Anlageformen
nicht unbedingt offensichtlich vergleichbar sind und die Anlage auch von unseren
persönlichen Zielen und Motiven abhängt. Ein Beispiel (Abbildung 9.1):
Abbildung 9.1: Zahlungsreihen verschiedener Sach- oder Finanzanlagen
Hier werden sechs Zahlungsströme mit je sechs Zahlungszeitpunkten gegenüber-
gestellt. Negative Werte sind Auszahlungen. Positive Werte sind Einzahlungen. Logo,
Anlage 1 ist schlechter als Anlage 2. Das ist offensichtlich. Jede Zahlung von Anlage
2 ist im direkten Vergleich besser als diejenige von Anlage 1. Beim Vergleich der
Anlagen 2 bis 6 ist der Sachverhalt nicht so offensichtlich.
Klar ist allerdings auch, dass es nicht ausreicht, die Summen zu vergleichen, denn
damit würde man den Faktor Zeit (= Zinseszinseffekt) ausblenden.
9.1
Dynamische Investitionsrechnung
Die Anlageformen, die hier gemeint sind, beschränken sich nicht auf die bereits
beschriebenen Finanzanlagen. In Betracht kommen auch alle erdenklichen Sach-
investitionen, beispielsweise Immobilien. Um mehrere Finanz- oder Sachinvestitio-
nen vergleichen zu können, bedient man sich der sogenannten dynamischen Investi-
tionsrechnung, die sich in drei in der Praxis am gängigsten Methoden gliedert:
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