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Wir sind zu jedem Risiko bereit, von dem wir glauben, dass es unsere Sicherheit
erhöht. (Wolfram Weidner, Journalist)
Ob isoliert betrachtet oder im Vergleich: Bisher haben wir die vorgegebenen Para-
meter der finanzmathematischen Modelle überhaupt nicht infrage gestellt, sondern
in blindem Vertrauen hingenommen. Was wir dabei vollkommen außer Acht gelassen
haben, sind die Begriffe
Chance und Risiko.
Was nutzt es mir, wenn mir mein Vermögensberater zu einer Investition die tollste
Rendite in Aussicht stellt und mich vom daraus irgendwann einmal möglicherweise
erwachsenden, unermesslichen Reichtum träumen lässt? Denn er kann es mir meis-
tens nicht garantieren. Es besteht in der Regel eine Chance, die Wunschrendite zu
erreichen oder zu übertreffen, aber gleichzeitig ein Risiko, darunter zu bleiben.
Wie kann ich nun bei dieser Ungewissheit die Investition beurteilen? Indem ich eine
Bandbreite festlege zwischen dem, was mir schlimmsten Falls passieren kann, und
dem entgegengesetzten Extrem, dem unter optimalen Bedingungen voraussichtlich
bestmöglichen Zustand. Zu diesem Zweck bietet Excel sogenannte „Was-wäre-
wenn-Analysen“, die Aufschluss darüber geben, wie stark das Ergebnis (Output) von
Änderungen bestimmter Eingabegrößen (Input) abhängig ist. In der Betriebswirt-
schaftslehre ist in dem Zusammenhang auch der Begriff Sensitivitätsanalyse sehr
geläufig. Das erste von Excel zur Verfügung gestellte Feature, das nun vorgestellt
wird, ist die Mehrfachoperation (kurz MOP).
10.1
Mehrfachoperationen
MEHRFACHOPERATION ist eine spezielle Funktion, die nicht direkt in Excel-Zellen ein-
gegeben werden kann, sondern über einen Menüpunkt aufgerufen werden muss. Sie
finden diesen unter der Bezeichnung Datentabelle auf der Registerkarte Daten in der
Gruppe Datentools im Dropdownmenü zur Schaltfläche Was-wäre-wenn-Analyse.
Abbildung 10.1: Aufruf der Mehrfachoperationen
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