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Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis. (Johann Wolfgang von Goethe)
Finanzmathematik behandelt im Wesentlichen Ein- und Auszahlung, also Zahlungs-
ströme. Sowohl die gängige Literatur als auch der Excel-Funktionskatalog sub-
sumiert darunter aber ebenfalls
Absetzung für Abnutzungen, kurz: AfA,
die den Wertverzehr von Vermögensgegenständen darstellt. Mathematisch gesehen
basiert die Abschreibungsrechnung auf der Zinsrechnung. Dies ist aber nicht das ein-
zige Argument, warum die Abschreibungsfunktionen in der Gruppe der Finanzexper-
ten angesiedelt sind.
Abschreibungen sind zunächst einmal zahlungsneutral (von Steuereffekten einmal abge-
sehen). Indirekt sind sie natürlich trotzdem zahlungsrelevant, denn wenn ein erworbener
Vermögensgegenstand zu einem späteren Zeitpunkt wieder verkauft wird, wird er wahr-
scheinlich nicht mehr den Neupreis erzielen, sondern nur einen Rest(buch)wert, der sich
in etwa aus
Restwert = Anschaffungskosten – Summe AfA
ergeben könnte. Der Restwert muss in der Realität nicht zwangsweise dem Wert ent-
sprechen, der erzielt werden kann. Viele andere Faktoren können hierbei eine Rolle
spielen, doch die blenden wir in diesem Kapitel aus.
Wir erinnern uns an die alternativen Anlagen in Kapitel 9, die wir mithilfe der dyna-
mischen Investitionsrechnung verglichen haben. Wie dargelegt wurde, konnte es
sich dabei nicht nur um Kapitalanlagen handeln, sondern auch um Sachanlagen, also
greifbare Vermögensgegenstände. Wir hatten unterstellt, dass diese Anlagen über
maximal sechs Perioden Zahlungsströme erzielen. Vergleichen wir noch einmal die
alternativen Anlagen 1 und 2 (Abbildung 11.1):
Abbildung 11.1: Zahlungsströme zweier Sachinvestitionen
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