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13.6
Mundgerecht und formvollendet
Bei Softwareentwicklungen besteht ein Zielkonflikt zwischen Flexibilität auf der einen
Seite und Integration/Beherrschbarkeit (Neudeutsch „Usability“) auf der anderen Seite.
Excel bietet wahrscheinlich die denkbar größte Flexibilität, und mit keinem anderen
Werkzeug können Sie dermaßen schnell auf Ad-hoc-Anforderungen reagieren.
Andererseits bietet diese Flexibilität natürlich auch Risiken, weil die Anwender jede
Menge unkontrollierten Unsinn treiben können. Bei ERP- (z.B. SAP) oder Datenbank-
systemen besteht die Gefahr in diesem Umfang nicht, da die Benutzer durch ganz
restriktiv eingeschränkte UIs (User Interfaces, Benutzerschnittstellen) und Front
Ends (sichtbarer Teil eines Programms) geknebelt werden. Dies führt zu einer hohen
Kontrolle und Standardisierung des Systems – auf Kosten der Flexibilität.
Auch in Excel kann man zumindest in einem gewissen Rahmen dem Benutzer die
Programmbausteine, die er benötigt, mundgerecht servieren und damit eine größere
Kontrolle erwirken. Ein erster Schritt sind die zuvor beschriebenen benutzerdefinier-
ten Funktionen, die als kleine Programmpakete dienen, um den Bedienungskomfort
des Benutzers zu erleichtern.
Ein weiterer Schritt in diese Richtung stellen die Userforms dar. Angenommen, Sie
haben eine Excel-Tabelle mit nur zwei Zellen C3 und C5, in die Eingaben gemacht
werden sollen. Alle anderen Zellen sind gesperrt, und die Tabelle ist mit einem Blatt-
schutz versehen (Abbildung 13.27).
Abbildung 13.27: Die Tastenkombination (Strg) + (X) kann auch in geschützten
Tabellen Formeln zerstören.
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