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HINWEIS
Bei Festplatten unter 2 TB (was bei privaten Systemen meist der Fall sein dürfte) sowie bei 32-Bit-Windows-Ver-
sionen wählen Sie die Option MBR . Das Gleiche gilt für BIOS-Systeme, falls Windows vom Datenträger gebootet werden soll.
Dann legt Windows einen Master Boot Record auf dem Datenträger an, sodass dieser später auch zum Booten von Betriebssyste-
men benutzt werden kann. Datenträger größer als 2 TB erfordern eine GPT-Partitionierung sowie UEFI statt eines BIOS. Bei
moderner Hardware mit einer UEFI-Umgebung und einem 64-Bit-Windows 8.1 werden die Festplatten zur Aufnahme des
Betriebssystems dagegen mit einer GPT-Partitionierung initialisiert.
Spezielle Fragen zu Datenträgern und Volumes
Festplatten werden als Datenträger angesehen und lassen sich in Partitionen unterteilen. Eine formatierte
Partition wird in der Datenträgerverwaltung als Volume bezeichnet. Datenträger lassen sich als Basisdaten-
träger oder logisches Volume einrichten.
Bei vielen älteren (BIOS-) Systemen wird eine Festplatte als Basisdatenträger mit MBR-Partitionierung
konfiguriert, der primäre Partitionen, erweiterte Partitionen und logische Laufwerke enthalten kann. Ein
Basisdatenträger mit MBR-Partitionierung kann entweder vier primäre Partitionen oder drei primäre
Partitionen und eine erweiterte Partition aufweisen. Die erweiterten Partitionen werden benutzt, um
darauf eine Vielzahl logischer Laufwerke anzulegen (während auf einer primären Partition nur ein Lauf-
werk eingerichtet werden kann).
Bei GPT-Datenträgern werden die Partitionstabellen auf der Festplatte nach einem neuen Standard
(GUID Partition Table, kurz GPT) organisiert. GPT ist ein Standard für das Format von Partitionstabel-
len auf Festplatten, dessen Spezifikation ist Teil des EFI-Standards. Ziel des EFI-Standards ist es, das BIOS
in Rechnern zu ersetzen und damit die gebräuchlichen MBR-Partitionstabellen zu ersetzen. Moderne
Windows 8.1-Hardware kommt zwischenzeitlich durchweg mit einer UEFI-Unterstützung, sodass die
Festplatte zur Installation des (64-Bit-) Betriebssystems mit GPT initialisiert ist.
Weiterhin gibt es noch die Möglichkeit, ein sogenanntes übergreifendes Volume anzulegen. Dieses ermög-
licht es, ein logisches Laufwerk über mehrere Festplatten einzurichten und so größere Kapazitäten bereit-
zustellen.
Dynamische Datenträger können mehrere Festplatten innerhalb eines Computers nutzen, um dort Daten
zu duplizieren und dadurch die Zuverlässigkeit bzw. Leistung zu erhöhen. Ein dynamischer Datenträger
funktioniert wie eine primäre Partition auf einem Basisdatenträger, kann aber beliebig viele dynamische
Volumes enthalten. Das Betriebssystem sieht nur die logischen Volumes, die sich aber auf zwei Festplat-
ten erstrecken können. Alternativ können die Daten eines logischen Volumes auf mehreren Festplatten
als Duplikate geführt werden, um eine Ausfallsicherheit zu erreichen.
Zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit kann die Datenträgerverwaltung Stripesets anlegen. Als Stripeset
bezeichnet man das parallele Ansteuern von zwei bis 32 gleich großen Partitionen oder Festplatten im
Lese- und Schreibzugriff. Die zu speichernden Daten werden dabei auf die im Stripeset vorhandenen
Festplatten verteilt und getrennt abgespeichert. Dies bringt einen Geschwindigkeitsvorteil, hat aber den
Nachteil, dass die Fehlertoleranz sich nicht erhöht. Fällt eine Partition oder Festplatte wegen eines
Defekts aus, sind auch die restlichen Daten der anderen Laufwerke des Stripesets verloren.
Die detaillierte Diskussion dieser Datenträgerkonzepte führt aber über den Ansatz dieses Buches hinaus.
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