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HINWEIS
Ein Hub ist nichts anderes als ein Knoten, der die sternförmige Verkabelung der Rechner über CAT-5-UTP-Lei-
tungen ermöglicht. Alle Datenpakete eines Rechners werden an alle anderen Netzwerkteilnehmer geleitet, was deren Datenlast
erhöht und die Übertragungsleistung reduziert. Ein Switch ist eine intelligente Verteilstation, die ebenfalls mehrere Rechner über
CAT-5-UTP-Kabel sternförmig miteinander verbindet, Datenpakete aber direkt zwischen Quell- und Zielrechner vermittelt. Ein
Router ist eine intelligente Koppelstation zur Vernetzung mehrerer Rechner, wobei eine Verbindung zwischen Netzwerksegmen-
ten (z.B. lokalem LAN und externem Internet) möglich ist. Datenpakete, die an Rechner des internen Netzwerks gehen, werden
direkt an die betreffenden Stationen geleitet. Datenpakete an das externe Netzwerk werden entsprechend an dieses Segment
weitergeleitet. Faktisch kommen heutzutage nur noch (W)LAN-DSL-Router zur Vernetzung im privaten Bereich zum Einsatz. Der
WLAN-Teil ermöglicht Funknetzwerke, während das integrierte DSL-Modem einen Breitband-Internetzugang für alle Rechner des
Netzwerks bereitstellt.
Abbildung 25.4 Koppeladapter für die PowerLine-Technologie
(Quelle: Devolo)
Sind die zu vernetzenden Rechner sehr weit auseinander, erfordert eine Verkabelung mit CAT-5 UTP-Kabeln
einen gewissen Aufwand. Um die erforderlichen Installationsarbeiten zu vermeiden, bietet – neben anderen
Anbietern – die Firma Devolo spezielle Adapter an (Abbildung 25.4), die eine Netzwerkverbindung über das
heimische Stromnetz ermöglichen. Sie brauchen dann nur zwei dieser Koppelstationen in die im jeweiligen
Raum vorhandenen Steckdosen zu stecken und dann diese Stationen über CAT-5-Kabel mit den RJ-45-Netz-
werkanschlüssen des Rechners zu verbinden. Dann sorgt die Devolo PowerLine-Technik für die Übertragung
der Datenpakete über die Stromleitung.
Die zweite, sehr populäre Variante besteht in der Verwendung von Funknetzwerken (auch als WiFi-LAN
bezeichnet). Hierbei werden WiFi-LAN-Netzwerkkarten bzw. WLAN-USB-Sticks zur Vernetzung der jewei-
ligen Rechner benutzt.
HINWEIS
Bei Funknetzwerken gibt es mehrere Standards. Die ältere und langsamere 802.11b-Norm ermöglicht eine (the-
oretische) Übertragungsgeschwindigkeit von 11 Megabit. Moderne WiFi-LAN-Komponenten unterstützen dagegen die 802.11g-
Norm, die Übertragungsraten bis zu 54 Megabit zulässt, oder die noch schnellere 802.11n-Norm (150 Mbit). Beachten Sie aber,
dass die praktisch erreichbaren Übertragungsgeschwindigkeiten deutlich unter diesen theoretischen Werten liegen können. Vom
Autor durchgeführte Versuche zeigten, dass z.B. bei einer stahlbewehrten Betondecke die Nettodatenübertragungsrate eines 54-
Mbit-802.11g-Netzwerks auf unter 1 MB pro Sekunde sinken kann. Der Standard 802.11n ermöglicht eine theoretische Brutto-
datenübertragung von bis zu 150 Mbit/Sekunde, benötigt aber mehrere Antennen.
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