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Spezialfragen zur Vergabe der IP-Adressen im Netzwerk
Windows setzt beim Netzwerktransfer auf das TCP/IP-Protokoll auf. Zur Identifizierung der einzelnen Rech-
ner innerhalb der TCP/IP-Netzwerkschicht müssen diese mit einer eindeutigen IP-Adresse versehen sein.
Eine IP-Adresse ist in der IPv4-Variante eine 32-Bit-Zahl, die in einer dezimalen Schreibweise im Format
192.168.0.1 angegeben wird. Die IPv6-Variante deckt einen erweiterten Adressraum ab und benutzt 128 Bit.
Die Adressen werden in hexadezimaler Schreibweise (z.B. als 2001:0db8:85a3:08d3:1319:8a2e:0370:7344,
siehe http://de.wikipedia.org/wiki/IPv6 [Ms240-K25-08]) dargestellt. Innerhalb des lokalen Netzwerks müs-
sen die IP-Adressen eindeutig sein, da sich andernfalls die Rechner nicht adressieren lassen.
Beim Aufbau des Netzwerks muss ein Mechanismus vorhanden sein, der den einzelnen Rechnern eine ein-
deutige IPv4-Adresse zuweist. Die Rechner eines lokalen (Sub-)Netzwerks erhalten dann fortlaufende IPv4-
Adressen, die sich meist in der letzten Stelle unterscheiden (z.B. 192.168.0.1, 192.168.0.2, 192.168.0.3 etc.).
Wird eine Internetverbindung aufgebaut, erhält das die Verbindung aufnehmende Gerät (Rechner oder
DSL-Router) vom Provider ebenfalls eine weltweit eindeutige IP-Adresse zugewiesen. Über diese Adresse
lässt sich der Rechner jederzeit im Internet identifizieren (d.h., beim Surfen hinterlassen Sie Ihre IP-Adresse
als Datenspur). Für die IPv6-Adressen gilt sinngemäß das Gleiche, allerdings brauchen Sie sich in einem
Heimnetzwerk normalerweise nicht mit den erweiterten IPv6-Adressen auseinanderzusetzen.
Wichtig ist lediglich, dass Sie wissen, dass solche IP-Adressen dynamisch im Netzwerk zugeordnet oder sta-
tisch den einzelnen Maschinen zugewiesen werden können. Windows kann die IP-Adressen über zwei Quel-
len beziehen:
Sind nur Rechner über einen Hub miteinander verbunden, verwendet Windows die APIPA-Technik
(APIPA steht für Automatic Private IP Addressing) zur dynamischen Vergabe der IP-Adressen im Netz-
werk. Startet der erste Rechner im Netzwerk und findet er keinen DHCP-Server zur Zuteilung einer IP-
Adresse, wird über einen Zufallszahlengenerator eine private IP-Adresse im Bereich 169.254.1.0 und
169.254.254.255 vergeben. Es gibt aber Fälle, wo es zu Problemen bzw. Konflikten kommt. Dann legen
Sie ggf. fest, welche Geräte für die Zuweisung der dynamischen IP-Adressen im Netzwerk zuständig sind.
Es kann sogar sein, dass Sie die automatische IP-Adressvergabe abschalten und die IP-Adressen manuell
zuweisen müssen.
Sofern Sie einen WLAN-DSL-Router zur Verbindung der vernetzten Rechner und zur Herstellung der
Internetverbindung verwenden, kann die IP-Adressvergabe durch den Router erfolgen. Damit die
Adressvergabe klappt, muss die Funktion eines DHCP-Servers im Router vorhanden und eingeschaltet
sein. Das Kürzel DHCP steht für Dynamic Host Configuration-Protokoll, das die dynamische Vergabe
von IP-Adressen regelt. Meldet sich ein Rechner neu im Netzwerk an, fordert Windows eine IP-Adresse
vom DHCP-Server an. Über die vom DHCP-Server vergebene dynamische IP-Adresse ist der Rechner im
Netzwerk erreichbar. Diese Lösung sorgt dafür, dass keine IP-Adressenkonflikte im Netzwerk auftreten.
Ist der DHCP-Server im Router abgeschaltet, nutzt Windows die interne APIPA-Technik zur dynamischen
Adresszuweisung. Details zu den Einstellungen des DHCP-Servers entnehmen Sie der Herstelleranleitung
des Routers.
Feste IP-Adressvergabe für das Netzwerk
Ist kein DHCP-Server im Netzwerk vorhanden und möchten Sie APIPA nicht nutzen, können Sie den Rech-
nern eines Netzwerks auch feste IP-Adressen zuweisen. Hierzu müssen Sie die Funktion zum automatischen
Beziehen der IP-Adressen abschalten und die IP-Adressenwerte für jede Netzwerkverbindung zuweisen:
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