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Kontrolle iterativer Berechnungen
Iterative Berechnungen sind wiederholte Berechnungen, die mit Zirkelbezügen arbei-
ten. Von Zirkelbezügen wird bei Excel gesprochen, wenn z. B. in einer Formel in der
Zelle C7 ein Operand oder ein Argument C7 auftaucht. Die Formel bezieht sich also in
diesem Fall auf sich selbst, die Berechnung läuft sozusagen im Kreis.
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Solche Zirkelbezüge können irrtümlich – durch die Markierung der falschen Zelle – ent-
stehen. Dann sind sie natürlich unerwünscht. Sie können aber auch bewusst eingesetzt
werden, um bestimmte Berechnungsprobleme zu lösen. Das gilt z. B. für Gleichungen,
bei denen nur Näherungswerte errechnet werden können. Hier wird angenommen, dass
durch Wiederholung der Berechnung allmählich eine Annäherung an einen Wert er-
folgt, der sich auch bei erneuter Neuberechnung nicht mehr oder nicht mehr wesentlich
verändert. Die Abbildung zeigt ein einfaches Beispiel aus der Kostenrechnung.
In der betrieblichen Kostenstellenrechnung kann es zu einer wechselseitigen Entlastung
der verschiedenen Vorkostenstellen kommen. Die Vorkostenstelle A übernimmt einen
Prozentsatz der Kosten der Vorkostenstelle B, während umgekehrt die Vorkostenstelle B
einen bestimmten Prozentsatz der Vorkostenstelle A übernimmt. Dies wird als ständige
Umlage bezeichnet.
Abbildung 4.68 Iterative Umlageberechnung
In der Abbildung ist die schrittweise Berechnung dieser ständigen Umlage an einem
kleinen Beispiel demonstriert. Die etwas mühsame Hilfsrechnung von Umlage zu Um-
lage, bis nichts mehr umzulegen ist, kann ersetzt werden durch zwei Formeln, die Zir-
kelbezüge verwenden. Die Formel in D13 lautet:
=D6+(5%*F13)
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