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In Depth Information
Da der Zielwert in der Tabelle ohnehin immer das Ergebnis einer Berechnung ist, in der
die Zelle mit dem Zielwert steht, also eine Formel, kann deshalb allenfalls die Formulie-
rung der Berechnung Schwierigkeiten bereiten.
Nebenbedingungen
Etwas komplizierter verhält es sich mit den Nebenbedingungen. Um zu vermeiden, dass
der Solver triviale Ergebnisse liefert, müssen die Nebenbedingungen möglichst vollstän-
dig definiert werden. Sonst kann es leicht passieren, dass der Solver nach längeren Be-
rechnungen ein Ergebnis liefert, das entweder von vornherein klar war oder aber völlig
unrealistisch ist oder auch zu einer Fehlermeldung führt.
Wenn Sie z. B. in dem oben verwendeten Beispiel für die Zielwertsuche die Frage stel-
len, wie hoch der Kredit bei monatlichen Zahlungen von 1.000 € maximal sein könnte,
wenn Sie eine längere Laufzeit wählen, dann kommt der Solver zu dem Ergebnis, dass
eine unendliche Laufzeit zu einem maximalen Kredit führt. Da Unendlich als Zahl bei Ex-
cel nicht vorkommt, wird die Laufzeit einfach so lange vergrößert, bis Excel an seine Re-
chengrenze stößt.
7.2 .2
Beispiel Materialkostenoptimierung
Als praktisches Beispiel für die Arbeit mit dem Solver soll hier eine Aufgabe verwendet
werden, die Sie von Hand mit den Mitteln der Differentialrechnung bearbeiten müssten.
Es handelt sich um ein Verpackungsproblem: Es sollen Konservendosen hergestellt wer-
den, die ein vorgegebenes Volumen (z. B. 1.000 ml) haben, wobei der Materialaufwand
(und damit auch die Materialkosten) so gering wie möglich sein sollen.
Das Volumen einer Konservendose wird berechnet, indem die Grundfläche (das ist ein
Kreis) mit der Höhe der Dose multipliziert wird. Die Grundfläche selbst wird als Kreis-
fläche berechnet. Also gilt:
Vol = r^2 * PI * h
Der Materialverbrauch für eine derartige Dose setzt sich aus der Bodenfläche, dem
Mantel und dem Deckel zusammen. Der Boden und der Deckel werden jeweils als Kreis
( r^2 * PI ) gerechnet, der Mantel hat dann als Fläche den Umfang der Dose ( 2 * r *
PI ) multipliziert mit der Höhe. Der Materialverbrauch ist demnach:
Fläche = 2 * r^2 * PI + 2 * r * PI * h
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