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Ausgehend von dem Modell, dass ein derartiges Wertpapier (fest verzinslich oder unver-
zinslich) bei einem Geldinstitut erworben und später wieder veräußert wird, sind fol-
gende Termine von zentraler Bedeutung:
Emission : Der Ausgabetermin des Wertpapiers. Das ist der Termin, zu dem das
Papier auf den Markt gebracht wird und ab dem sein Wertzuwachs bzw. seine Ver-
zinsung läuft.
Abrechnung : Der Termin, zu dem ein Käufer ein Wertpapier erwirbt. Dieser kann
mit dem Emissionstermin zusammenfallen, es kann aber auch – und das ist für die
Berechnungen natürlich der interessantere Fall – ein späterer Termin sein.
Fälligkeit : Der Termin, zu dem die Bank das Wertpapier zurücknimmt und dem
Eigentümer einen vorher vereinbarten Betrag dafür bezahlt.
Für Ausgabe und Rücknahme derartiger Wertpapiere gibt es mehrere Möglichkeiten:
Die Papiere werden zum Nennwert verkauft. Anschließend werden für die Laufzeit
regelmäßig Zinsen ausgeschüttet (üblich ist ein oder zwei Mal jährlich). Am Ende
der Laufzeit wird das Papier zum Nennwert zurückgenommen. Bisweilen wird bei
der Ausgabe noch ein Disagio vorgenommen, d. h., vom Nennwert wird ein
bestimmter Prozentsatz (eventuell noch orientiert an der Laufzeit) abgezogen.
Das Papier wird abgezinst verkauft, d. h. zum Nennwert, vermindert um den Betrag,
der durch Zinsen während der Laufzeit hinzukommt, und ohne zwischenzeitliche
Zinsausschüttungen am Ende der Laufzeit zum Nennwert zurückgenommen.
Das Papier wird zum Nennwert verkauft und ohne zwischenzeitliche Zinsausschüt-
tungen am Ende der Laufzeit aufgezinst, d. h. zum Nennwert, vermehrt um die auf-
gelaufenen Zinsen, zurückgenommen.
Die letzten beiden Methoden gelten sinngemäß so auch für unverzinsliche Papiere.
Da derartige Wertpapiere zum Teil auch während der Laufzeit gehandelt werden, stellt
sich die Frage nach ihrem Augenblickswert (der Kurs, zu dem sie gehandelt werden kön-
nen). Dieser Kurs sollte natürlich marktgerecht sein, d. h., ein potenzieller Käufer muss
die Möglichkeit haben, zu überprüfen, ob sich die Investition in das betreffende Papier
im Vergleich zu anderen möglichen Investitionen lohnt. Hierzu wird als Vergleichs-
größe die Rendite eingeführt, also der effektive jährliche Gewinn in Prozent, bezogen
auf den Kapitaleinsatz. Die Wahl dieser Größe ist auf eine Art willkürlich: Der Kurs wird
auf der Grundlage der Rendite berechnet, die mit anderen Anlageformen erzielt werden
könnte.
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