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andere liefert Werte aus Wahrscheinlichkeitsverteilungen, anhand derer aus den Stich-
proben gewonnene Parameter überprüft werden können.
Beim t-Test ( T.TEST() ) wird die Frage geprüft, ob zwei Stichproben sich in ihrem Mittel-
wert zufällig unterscheiden (dann wären beide Stichproben derselben Grundgesamt-
heit zufällig entnommen) oder ob sie sich nicht zufällig unterscheiden (dann stammen
sie entweder aus verschiedenen Grundgesamtheiten oder sind nicht zufällig entnom-
men). Hier liefert die Funktion T.TEST() direkt einen Wahrscheinlichkeitswert.
Ebenfalls mit dem t-Test lässt sich klären, ob die relative Häufigkeit eines Merkmals in
einer Stichprobe zufällig von der Wahrscheinlichkeit dieses Merkmals in der Grundge-
samtheit abweicht oder nicht. Leider ist dieser Fall nicht von einer Funktion erfasst, so-
dass hier auf die t-Verteilung ( T.VERT() ) zurückgegriffen werden muss.
Mit dem F-Test ( F.TEST() ) wird geprüft, ob zwei Stichproben sich in ihrer Varianz zufäl-
lig unterscheiden oder nicht. Auch hier ist wieder der Umweg über die F-Verteilung
( F.VERT() ) gangbar und bei manchen Fragestellungen notwendig.
Der Chi-Test ( CHIQU.TEST() ) schließlich dient der Überprüfung der Frage, ob eine Stich-
probe, mit der mehrere Werte erfasst sind, mit einer Grundgesamtheit übereinstimmt,
aus der für diese Werte Erwartungswahrscheinlichkeiten bekannt sind. Auch hier steht
zusätzlich die Verteilungsfunktion zur Verfügung.
Verteilungsfunktionen
Von Zufallsgrößen war oben schon die Rede. Es wurde die Frage gestellt, mit welcher
Wahrscheinlichkeit ein bestimmtes Ereignis auftritt. Für die Beantwortung dieser Frage
steht in Excel 2010 eine Anzahl von Funktionen zur Verfügung, die das sonst notwen-
dige Nachschlagen in umfangreichen Tabellenwerken ersparen können.
Gemäß der Unterscheidung in diskrete und stetige Zufallsgrößen lassen sich auch die
zugehörigen Verteilungen in diskrete und stetige unterscheiden. Hier kurz ein Überblick
mit einigen Hinweisen zur Anwendung:
Binomial-Verteilung BINOM.VERT() : Grundlage ist ein Ereignis, das jeweils mit einer
bestimmten Wahrscheinlichkeit eintreten kann oder auch nicht. Beispiele hierfür sind
Münzwürfe, Würfeln, Kartenziehen (wobei die Karte anschließend zurückgesteckt
werden muss); aber auch männlich/weiblich, berufstätig/nicht berufstätig usw.
Hypergeometrische Verteilung HYPERGEOM.VERT() : Wird bei einem Beispiel wie Kar-
tenziehen die Karte nicht zurückgesteckt, ändert sich beim nächsten Versuch die
theoretische Wahrscheinlichkeit. In solchen Fällen wird die hypergeometrische Ver-
teilung benutzt.
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